Aktuelle Entwicklungen – Ausblick 2022

Nachdem ich im letzten Halbjahr mit neuen Artikeln etwas ausgelassen habe, hoffe ich, 2022 wieder mit einigen neuen Tests die ein oder andere Hilfestellung geben zu können.

An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei den vielen Leser*innen bedanken, mit denen ich mich im letzten Jahr austauschen durfte!

Wo bleibt das LightCorp Mantra 23.2 ?

Seit mittlerweile mehr als einem halben Jahr erwarte ich die Lieferung des LightCorp Mantras 23.2 in der aktuellen Version mit deutlich tieferem Stand. Ich hatte das Board schon im September 2021 bekommen, musste es aber durch einen Verarbeitungsfehler der Drainagen wieder retournieren… So etwas sollte nicht passieren und wäre nach Vorgabe seitens LightCorp laminiert worden, wäre ich auch schon lange am Wasser mit diesem Teil. Wir werden sehen, wann NELO das in den Griff bekommt und ich diese Rakete bewegen kann.

Formverlust?

Leider muss ich seit Mitte September einen stärkeren Formverlust verzeichnen und sollte einfach wieder etwas öfter paddeln. Ursprünglich hatte meine Paddeleskalation aber damit begonnen, einfach einen gesünderen Lebensstil zu pflegen und meinen damals schlechten Gesundheitszustand zu verbessern. Soweit geht’s mir aber recht gut und daher stresst mich dieser Umstand nicht sonderlich 😉

EIER!!! Wir brauchen Eier! – oder stabile Boards …

Kennt ihr das Phänomen im Alter, von Jahr zu Jahr “die Eier zu verlieren” und Step by Step immer weniger Risiko eingehen zu wollen? Bei mir reicht das momentan soweit, dass ich auch nicht zwangsläufig bei allen Bedingungen am Board stehen muss, sofern kein Paddelbuddy zur Seite steht, der einem im Fall der Fälle aus einer gefährlichen Situation helfen könnte… Trockenanzug, Leash hin oder her. Langer Rede kurzer Sinn, in letzter Zeit habe ich es auch einige Male genossen ein altes SIC RS 14×24,5 auszuborgen, um einfach etwas entspannter am Board zu stehen. Immer wieder spannend zu erfahren, wie genau sich die Charaktere der diversen Boards doch unterscheiden!

Allstar 2019… I miss you.

Ich sag euch ehrlich, das Starboard Allstar 2019 hätte ich vermutlich nie verkaufen dürfen… Ein Board mit Flatdeck und ordentlichen Stabilitätsreserven zu besitzen, ist absolut kein Fehler. Habt ihr vielleicht einen Anreiz, einen Tipp, welches Board dem alten Allstar noch ähnlich sein könnte?

Voller Vorfreude wollte ich heute noch eine ordentliche Ausfahrt mit dem Signature am Traunsee wagen. Als aber schon bei der Einstiegsstelle ein Slalom durch unzählige Treibhölzer gefordert war, hätte mir das ein Zeichen sein sollen. Meine Horrorbedingungen – Crosschop aus allen Richtungen, in gemäßigter Höhe – sollte es nicht einfacher machen. Als ich nach 10-15 Min mal die Actioncam checken wollte und mich niederkniete, warf mich auch gleich eine Welle ab. Beim Wiederaufstieg schön die Cam abgestreift und nie mehr wieder gesehen… Dabei wäre das Material bis zu diesem Zeitpunkt echt spannend gewesen 😀

Einfach mal die Actioncam “abgeworfen”…

Eine der nächsten Anschaffungen wird also wohl eine neue Actioncam MIT FLOATY!

Ansonsten blieb ich die restliche Ausfahrt trocken und war immer wieder erstaunt, dass auch stärkste Schräglagen mich nicht abermals abgeworfen haben. Schnell ist das dann allerdings auch nicht mehr… Kenne deine Grenzen, sollte wohl das Motto des Tages lauten.

Es schlagen bezüglich der Boardwahl wirklich zwei Herzen in meiner Brust. Zum einen liebe ich den unfassbar guten Glide des Signatures und komme in 90% der Zeit prächtig zurecht. Wenn’s dann aber mal wirklich herausfordernd wird, wünsche ich mir ein endlos stabiles Board. Stehe ich aber in den 90% der Paddelzeit immer auf einem komfortablen Bock, werden Boards wie das Signature und ähnliche auf Sicht unfahrbar.

Im letzten Jahr bin ich insgesamt 1225km in einer Woche, 9 Stunden, 7min und 30sek gepaddelt.

Auf dem LightCorp Signature habe ich zwei Drittel der Distanz abgespult und fühle mich noch immer nicht sicher genug, was vermutlich auch mit den oft sehr einfachen Bedingungen an der Traun zu tun hat.

Ziel für 2022 wird also sein, mich öfter bei herausfordernden Situationen auf’s Wasser zu begeben.

Das durch Schmelzwasser bedingte Hochwasser zu Jahreswechsel, verhindert momentan kontrollierte Vergleichstests und auf Leistungstests kann ich momentan gerne verzichten 😀

Wissenswertes und Dinge die mich marginal beschäftigen…

Starboard hat dem Lima das Volumen entzogen, bleibt aber beim meiner Meinung nach großartigen Shape des Vorjahres und auch die Größen bleiben gleich. Was??? Da stand doch was im technischen Datenblatt von 99,7sqi statt 93,5sqi beim XXL und auch das XL wuchs auf 95sqi, von mickrig wirkenden 87,5sqi. Das liegt allerdings daran, dass Starboard die Messung der Blattfläche geändert hat. Jetzt scheint es auf einmal logisch, dass sich das XXL wirklich riesig anfühlte und initial den besten Lock aller bisher getesteten Paddel bot.

Die Paddelnerds (positiv gemeint) vom SUPboarder Magazine zeigten kürzlich einen Testbericht eines touring Inflatables mit ultraniedrigem Gewicht und hervorragender Steifigkeit, ganz ohne mechanische Versteifungen oder gespannte Aramidseile. Ein V-WovenDropstich-Kern mit dreilagigem Railband bewirkt wohl auch Wunder. Mehr von diesen Boards und bitte auch in den bewährten Raceboard Shapes verbauen! Ein 10kg Inflatable mit einer Durchbiegung von unter 8mm bei deren Biegetest wäre mal ein echter Gamechanger.

Doppelkammersysteme scheinen wieder out zu sein, da die zusätzlichen Nähte vor allem zusätzliche Schwachstellen verursachen und das Boardgewicht nach oben treiben – gut so.

WARUM gibt es noch keinen Hersteller der ein Venturi System a la SurfSki erfolgreich umsetzen kann? Tiefe Standflächen sind der Schlüssel zur Fahrbarkeit von wirklich schmalen, effizienten Boarddesigns und gut dimensionierte Venturis wären auch der Schlüssel zur Praxistauglichkeit. Ja, SIC hat beim Atlantis eine Vorreiterrolle eingenommen, darf aber auch hier noch etwas nachbessern.

Radikale Hollow-Boards werden in der Theorie immer schneller und diese Teile werden auch immer häufiger reine Profigeräte, welche von Hobbypaddlern (wie mir) niemals richtig beherrscht werden können.

Paddlemate heißt die wohl ab Mitte 2022 erhältliche Leistungsmessung für’s Sup, welche wohl unweigerlich von mir getestet werden sollte, um Unterschiede nicht nur fühl-, sondern auch messbar zu machen. Und wenn die Kraft am Paddel stimmt, der Vortrieb aber nicht dementsprechend ist, kann man nochmals besser auf die Technik eingehen.

Längst überfällig… der Testbericht zum Jantex Ypsilon kommt! Solide und wenig aufregend -> und das ist gut so.

Längst überfällig aber positiv anzumerken: Starboard verwendet 2022 auch endlich ein selbstregulierendes Ventil!

Bei der WM in Balatonfured war ein neues Allwater-Hollow SUP von Plastex zu sehen, 425Pro hat mit dem H2O auch ein tolles Hollow Board in 22″ Breite im Sortiment.

Die weltweite und branchenübergreifende Lieferkettenproblematik wird leider auch 2022 anhalten und Boards werden allem Anschein nach schwer verfügbar sein. Bleibt mehr Zeit um mit bewährtem Material schneller zu werden 😉

2022 wird eine MEGA-Rennsaison – viele Klassiker und auch einige neue Events stehen jetzt bereits im Rennkalender – ihr werdet sehen, … das wird gut!

2 Antworten auf „Aktuelle Entwicklungen – Ausblick 2022“

  1. Hallo David
    Nach langer Zeit wieder mal in deine Seite reingeschaut! Lustig, dass es anderen auch so geht … war in den letzten Monaten nur zwei Mal auf dem Wasser. Ich möchte/mochte einfach nicht als Eiszapfen an Land gespült werden :-)!
    Im Sommer und im Herbst war ich oft auf meinem Occasion-SIC-RS 23 unterwegs. Wenn’s ganz flach ist, dann krieg ich in ner Stunde knappe 8 km hin (ich möchte natürlich mehr … grins). Ab und zu nehme ich aber auch wieder das i-Sup und geniesse den ganz sicheren Stand.
    Mein Paddel (das ich von der besten CH-Paddlerin gekauft habe, ist nun bei einer Länge von 173 bei einer Körpergrösse von 168).
    Zur Zeit bin ich oft auf den Langlaufskis. Ich finde, das ist bezogen auf SUP ein relativ bewegungsnahes Training (zwei Bretter und H2O in gefrorener Form … die Wellen muss man sich halt denken).
    Wünsche dir bald etwas wärmere Tage und grüsse herzlich
    HP. Ackermann

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