Von nix kommt nix…

Es gäbe aktuell viele mögliche Gründe, die ich anführen könnte, um das bescheidene Abschneiden beim Legend of OX 2022 zu rechtfertigen… Im Grunde genommen isses aber relativ einfach. Momentan bin ich komfortabel in Winterspeck eingebettet und schlichtweg viel zu faul gewesen, um nötige Trainings zu machen.

Weapon of Choice… und trotzdem kann das Board nichts dafür 😀

What happened?

Am Samstag wurden die Techraces veranstaltet und mangels vernünftiger Vorbereitung und zahlreicher Ängste im “Wash” der anderen Fahrer einen Abflug zu riskieren, habe ich mich für das “alte” SIC RS 14×24,5 entschieden. Grundsätzlich war ja auch alles okay… Auf den ersten 100m konnte ich ordentlich Tempo machen, um dann zur Abwendung eines Crashs (Boot an Boje) mich einzureihen und Tempo rausnehmen zu können.

Das Shirt, wie man sich einen guten Film vorstellt… spannend!

Nach vermutlich 200m war aber dann die Luft draußen und mein Körper rettete sich im Notbetrieb über die LongDistance verdächtigen 1,5km. 😀

1m nach dem Start und der Puls auf 180.

Optisch ein Kugelfender mit hohem Schwerpunkt, wuchtete ich das RS bei den Rechtsturns um die Bojen, um mich dann über den einzigen Left-Shoulder-Turn zu freuen und ein paar Meter gut zu machen. Ich war fertig… Im Ziel angekommen war ich zum einen froh, diese Kurzstrecke ohne Sturz überstanden zu haben, aber auch enttäuscht wie sehr man doch in wenigen Wochen abbauen kann.

Heillos überfordert mit den zahlreichen Rechtsturns

Sieht man sich meine Statur an, erkennt man selbst mit 8 Dioptrien auf den ersten Blick, dass es um keinen Ausdauersportler handelt. In Sachen Krafttraining war ich im Winter nichtmal so faul und kann hierbei auch ordentliche Leistungen halten, mit der Ausdauer ist das genau umgekehrt.

Lago di Manuele & David

Die Hoffnungsrunde war ähnlich bescheiden und mein Pornobrillenspezi im ultraknappen Höschen konnte sich über seinen ersten Sieg über mich freuen. Scheint von der Sorte Stehaufmännchen zu sein und war echt verdammt gut drauf an diesem Tag! Derzeit hilft noch, dass er nicht ganz so schnell ist, wie es sein Adonis-Körper vermuten ließe. Auf dem richtigen Weg ist er aber auf bestimmt, wohl auch dank des Trainings von Chris Diver.

Chris war übrigens wiedermal unheimlich gut drauf und ich schöpfe Hoffnung… Schlanke Waden kann ich auch bieten, hilft wohl bei der Erreichung von Topspeeds.

Jeder Statiker schlägt bei der Dimensionierung mancher Beinchen die Hände über dem Kopf zusammen..

Long Distance, neuer Tag, neues Glück… oder so…

Wenn 1,5 km ein konditionelles Problem darstellen, einfach mal ein schnelleres Board nehmen und easy ins Ziel kommen – soweit der Plan.

Das Mantra ist zu schnell für mich… das Signature der perfekte Mittelweg

Am Sonntagmorgen waren die Erwartungen nach den erdenden Ereignissen des Vortages stark gedämpft, aber ins Ziel kommen sollte ein noch erreichbares Ziel sein.

Kurz vor dem Start frischte es etwas auf und das Wasser wurde etwas unruhiger, offensichtlich aber noch innerhalb des Komfortbereichs meines LightCorp Signatures. Ein Kurs im Uhrzeigersinn gesteckt, in Form einer fetten Sieben, barg ein weiteres Risiko… Right-Shoulder-Turns! 5 an der Zahl und wieder ein netter LS-Turn zu meiner Rettung. Upwind fiel es mir leicht auf Konkurrenten aufzuschließen, um mich an den Turns wieder etwas abhängen zu lassen. Schlussendlich konnte ich aber noch in der letzten Runde 4 Konkurrenten überholen und bin daher zufrieden mit meiner “Leistung”. Auch für Spezi No. 1 war es der zweite Tag in Folge an dem er mir wieder gezeigt hatte, dass Training tatsächlich Sinn macht. Herzlichen Glückwunsch lieber Lago di Manuele! Ich bin mir sicher, dass nicht nur die in RAL9016 glänzenden Zähne einen tollen Gesamteindruck hinterlassen haben. 😀

RAL9016 & David

Hero of the Midpack

Auch beim Techrace wurde es Stefan gelegentlich zu heiß…

Stellt euch vor ihr habt ein Custom-Holzraceboard, dass die Sonne scheut wie Graf Dracula und trotz einer Carbonboard-sprengenden Konstruktion, schafft man’s beim dritten Paddelschlag das Deck mit dem Paddelblatt zu durchbohren…. Ich für meinen Teil hätte das Rennen an dieser Stelle vermutlich abgebrochen. Stefan machte sich aber zurück ans Ufer und schnappte sich kurzerhand ein verdächtig schnell aussehendes Race-iSup von StandUpPaddling Salzburg in der Dimension 14×26″. Er startete mit über 10 Min Versatz das Rennen und kam knapp 5 Minuten nach mir ins Ziel! Wäre wirklich interessant gewesen zu sehen, was da drin gewesen wäre.

Was lernen ich aus diesem Wochenende?

Es ist nach wie vor die coolste, entspannteste Community, die man sich vorstellen kann und das LOX ist einfach ein Pflichtprogramm im Rennkalender. Vermisst habe ich die legendäre Moderation von Rudy van Haven, der quasi Heinz Prüller, Alexander Wurz und Ernst Hausleitner der Sup-Szene in einer Person vereint…

Norbert Hödl on Fire, oder wenn der Schüler dem Meister gefährlich nahe kommt!

Ich für meinen Teil muss einfach den A**** wieder hochbekommen, an meiner Bikinifigur arbeiten und Intervalle fahren. Auch wenn Mr. Lago di Manuele eine seiner Meinung nach unwiderstehliche Ansicht von hinten bieten, möchte ich mich noch nicht so recht an diesen Anblick gewöhnen.

Vielen Dank an die Veranstalter und das tolle Team, aber auch an alle Teilnehmer*innen die dieses Wochenende wieder zu einem Spektakel der besonderen Art gemacht haben.

Sprintking Andrey Kraytor mit meiner Frau in der Funktion als Schwimmscheibenvertreterin (danke für den Kinderdienst!!! )

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