Feeling vs Reality

3 Boards die in Sachen Fahrgefühl kaum unterschiedlicher ausfallen könnten, schreien fast danach bei weitgehend vergleichbaren Bedingungen verglichen zu werden.

Zahlen, Daten, Fakten… denn das Bauchgefühl liefert oftmals ein sehr trügerisches Bild, so absolvierte ich im Rahmen von 3 Runden je 4km 2 x 500m mit hoher Rennpace, bei minimaler Strömung und leichtem Gegenwind. Hohe Rennpace? Vermutlich habe ich diese Bezeichnung gerade selbst kreiert… nicht Vollgas aber im Pulsbereich 170 und mit erhöhtem Krafteinsatz, den ich maximal 1-2km halten könnte.

Die drei Kontrahenten, SIC RS 14×24,5 2019, Starboard Sprint 14×23,5 und LightCorp Signature 2.0 24,75″ habe ich auch genau in dieser Reihenfolge über meine Hausstrecke geprügelt.

Rahmenbedingungen

Es war ein echt heißer Tag, aber dass ich mal keine sichtbare Strömung und weitgehende Windstille auf meiner Hausstrecke vorfinde, kommt doch eher selten vor.

Meine derzeitige Form ist als sehr durchschnittlich zu bezeichnen und so kann man auch mal wieder getrost solche Vergleichstests machen, weil’s unterm Strich ja eh um nix geht.

Das Trainingspensum sollte höher ausfallen, dafür fehlt aber momentan sowohl Zeit, als auch die dafür benötigte Regenerationszeit.

Mit dem SIC RS wollte ich zuerst starten um möglichen Ermüdungserscheinungen beim gefühlt trägsten Board vorzubeugen, auch wenn die Streckenlängen ja durchaus überschaubar waren.

Gepaddelt wurde mit dem Braca Marlin 94sqi 2pc in 193cm Länge bei RS&Sprint, sowie 191cm beim Signature. Um auch Unterschiede durch die Wahl der Finne auszuschließen, verwendete ich jedesmal meine favorisierte VMG Mako 37.

Ich habe die Boards nach Ende der Runden auch noch OHNE Finne gewogen:

Starboard Sprint 14×23,5 (2021) inkl. RS Pro Jumbo : 13,26kg

SIC RS 14×24,5 (2019) inkl. Railsaver : 12,31kg

LightCorp Signature 2.0 14×24,75 inkl. RS Pro Jumbo: 10,67kg

2 x 500m Timetrial

SIC RS (2019)

Die ersten 500m bis zum Startpunkt meiner Aufzeichnungen nutzte ich jeweils um mich an die unterschiedlichen Fahreigenschaften anzupassen und ein paar Turns zu üben.

Das spazieren am Board klappt auf Anhieb wunderbar und der Geradeauslauf dieses Boards ist wirklich sensationell gut, ohne großartig in Sachen Fußsteuerung bewandert sein zu müssen.

Nach einem für meine Verhältnisse sehr sauber ausgeführten Step-Back-Turn fragt mich ein älterer Herr vom Ufer aus, ob “ des eh a, a aufblosboars Board is“… fragend sehe ich ihn an und hinterfrage seine „Vermutung“ und er sagt mir „dass si des Ding ja durchbieagt wie olle anderen“… meine knapp 95kg und der für viele sicher tolerierbar Flex sollten dann aber auch reichen um das RS in dieser Sache zu verteidigen. Aber… wo er recht hat, hat er recht – das RS ist und bleibt einfach zu weich.

Nichtsdestotrotz läuft das Ding erstaunlich gut! Die ersten 500m nach Start bin ich gemütlich gepaddelt und war schon gespannt wie gut es mir damit gehen würde. Ohne großartig auf meine Fußstellung oder Paddeltechnik achten zu müssen, paddelte ich die ersten Timetrial 500m mit lediglich 6 Seitenwechsel in durchaus respektablen 2:53.

Beim zweiten Timetrial wurde das Paddel auf den letzten 200m doch sehr schwer und bei absoluter Flaute konnte ich eine Zeit von exakt 3min paddeln.

Gut/Schlecht? – keine Ahnung, dazu mussten erst die anderen Boards gepaddelt werden.

Starboard Sprint 14×23,5 (2021)

Etwas träger beim ersten Anpaddeln, aber dann schneidet man gefühlt deutlich effizienter durch’s Wasser verglichen mit dem RS. Der Geradeauslauf ist grundsätzlich ausgezeichnet, es sei denn man belastet mal eine Kante zu stark und macht dann schlagartig eine Kurve. Dieses Verhalten ist natürlich der spitz zulaufenden Nose geschuldet und kann je nach Präferenz auch als Vorteil gesehen werden. Wassereintritt über die Lenzlöcher findet übrigens erst bei größeren Neigungen statt, was wohl dem meiner Meinung nach sehr vorsichtig, hoch gehaltenem Standbereich geschuldet ist. Trotz gelegentlicher „Schlenkerer“ musste ich nur 5x die Paddelseite wechseln und konnte den ersten Timetrial in 2:52 und den zweiten, trotz leichtem Gegenwind in 2:56 abschließen. Etwas mehr Konzentration als beim RS war schon vonnöten, aber der gefühlte Druck im Paddel war durchgängig sehr konstant, ohne dabei aber ein Gefühl von Leichtigkeit aufkommen zu lassen.

LightCorp Signature 2.0 14×24,75

Der Name ist Programm und so fühlt sich das Board schon auf den ersten Metern gänzlich anders an, als die zuvor gepaddelten Boards. Deutlich nervöser um die Mittellage, war mir die Einfahrzeit fast zu gering um die Paddeltechnik entsprechend anzupassen. So kann ich beim RS als auch beim Sprint mit mehr „Reach“ paddeln ohne das Board aufzukanten. Ein guter Geradeauslauf ist deutlich schwieriger zu erreichen und im zweiten Abschnitt hatte ich gegen Ende mit spürbarem Gegenwind zu kämpfen. Gefühlt baut sich im Paddel deutlich weniger Druck auf und das Board beschleunigt nahezu mühelos auf Gleitgeschwindigkeit. Die ersten 500m konnte ich in 2:49 absolvieren bei den zweiten 500m hatte ich deutlich mehr zu kämpfen sauber zu bleiben und musste mich mit glatten 3Minuten zufrieden geben. Den deutlichsten Unterschied nimmt man aber beim gelassenen Paddeln mit gemäßigtem Puls wahr, hierbei erreiche beim Signature mühelos 8,2-8,4km/h, wofür beim RS und Sprint deutlich mehr Kraft notwendig ist. Ab dieser Geschwindigkeit kommt die Nose des Signatures aber stets weiter aus dem Wasser raus und ich muss aufpassen die Blade früh aus dem Wasser zu nehmen um eine Delfinschwimmbewegung des Boards zu unterbinden.

Schlussfolgerungen

Das Sprint war in diesem Vergleichstest das durch Kontinuität schnellste Board und auch meine bisherige Bestzeit auf der Hausrunde erzielte ich mit dem Starboard Sprint.

Mit dem LightCorp brauche ich noch ein paar Trainingskilometer, um auch auf längeren Distanzen das volle Speedpotenzial zu entfalten. Mit lediglich einer Sekunde Rückstand und den vergleichsweise schwierigsten Bedingungen aber quasi gleichauf mit dem „Testsieger“.

Mit lediglich 5-6sek pro km Rückstand, war das SIC RS unwesentlich langsamer und empfiehlt sich vor allem für Fahrer die gutmütige Fahreigenschaften über alles stellen.

Wie schon häufig erwähnt, macht mir das Signature einfach unglaublich viel Spaß und in Sachen Turns ist das Ding zwar echt herausfordernd, dreht aber deutlich besser als RS&Sprint. Woran liegt das? Zum einen muss ich nicht so weit nach hinten spazieren, zum anderen erzeugen die runden Rails keinen nennenswerten Widerstand bei flach gehaltenen Turns.

Vermutlich sollte ich bei aktuellem „Fahrkönnen“ mit dem RS an den Start gehen, um sicher zu gehen, dass auch alle Kraft ideal umgesetzt werden kann. Dieses Board ist wirklich ein No-Brainer! Das Sprint ist das effizientere Board und ließ sich in diesem Test in Summe am kontinuierlichsten auf Geschwindigkeit halten. Das Signature fühlt sich im direkten Vergleich an, als ob man sich sich als Puck in einem Airhockey Feld bewegen würde. Ausreichend Trainingskilometer, ein gewisses Bewegungstalent und viel Zeit vorausgesetzt ist das Signature eine Rakete bei sämtlichen Bedingungen.

Wer allerdings als Raceeinsteiger möglichst einfach und schnell Erfolge sehen will, erreicht neue Bestmarken mit Kandidaten wie dem Starboard Sprint vermutlich wesentlich schneller. Besonders interessant wäre auch das Allstar gewesen… ein Prachtstück, dem ich mittlerweile doch etwas nachtrauere.

Im Rennen kommen noch viele andere Faktoren hinzu, wodurch ich mich momentan zumindest am Start eines Sprintrennens mit dem RS vermutlich am wohlsten fühlen würde. Das ist aber ein eigenes Thema, dem ich mich zeitnahe widmen werde 😉

Garmin Links

Randnotiz:

Ja… 100%ige Vergleichbarkeit gibt es leider nie und beim ersten Lauf mit dem RS war es noch weniger heiß und ich vermutlich auch noch eine Spur leistungsfähiger, als gerade beim letzten Lauf mit dem Signature. Spannend trotzdem zu erfahren, wie gering die Unterschiede auf kurze Distanzen ausfallen. Next Time: 200m Sprint Vergleichstest

Voices of the Mid-Pack

Ende der Winterpause! Mit Superkräften und voller Motivation, auf in die neue Saison!

Zumindest war das verdammt noch mal der Plan!

Von vorne:

Ausnahmsweise möchte ich meine Erlebnisse bei verschiedenen Rennen, aus Sicht des klassischen Mittelfeldkämpfers auf deutsch verschriftlichen. Zum Einen will ich damit ambitionierten Freizeitpaddlern Mut zusprechen, Teil der SUP-Renngemeinschaft zu werden, zum Anderen will ich aber auch meine mich erdenden Erfahrungen teilen. Warum auf Deutsch und nicht wie mittlerweile gewöhnt auf englisch? Zu 80% wird es Leser*innen aus dem deutschsprachigen Raum interessieren… und im Zweifelsfall kann man ja immer noch Google-Translate verwenden 😉

Die Wochen und Tage vor dem ersten Rennen der Saison…

Bis Anfang Mai wollte ich bestens vorbereitet in die Saison starten und hoffte auf ein legendäres Event im Kuchelauer Hafen unter dem Namen Raven van Haven 8.0. Leider musste dieses Rennen auf den 19.06.2021 verschoben werden. Nach einer langen Vorbereitungszeit, vielen Trainingskilometern und ständigem Techniktraining, hoffte ich meine Leistung im Verhältnis zu den anderen Paddlern steigern zu können.

Der regelmäßige Blick auf das Instagram-Profil der unheimlich motivierten SupsportClub-Graz-Truppe ließ allerdings erste Befürchtungen aufkommen, dass mein Trainingspensum wohl auf Dauer keine Platzierungen im Mittelfeld zulassen würde. Was aber tun, wenn weder Motivation, noch Lebensumstände intensiveres Training zulassen?

Druck rausnehmen, das Paddeln wieder als das Seele-reinigende, teils meditative Erlebnis genießen und die Zeit am Wasser einfach genießen.

David Müller, Mai 2021 😉

Soweit die Theorie 😀

In der Woche vorm Legend of OX, einer SUP-Veranstaltung der Spitzenklasse, paddelte ich mit meinem Trainingsbuddy Stefan eine Runde am Attersee. Nach den ersten 5km und anfänglich hohem Tempo, verriet ein Blick auf die Garmin-Sportuhr… das ist mein Limit.

Eine Pace von 6:34-6:47 (8,9-9,1km/h) trieb meinen Puls beim Versuch an Stefan dranzubleiben auf knappe 170 Herzschläge pro Minute. Ungläubig nahm ich das Tempo raus, suchte nach Rechtfertigungen die meine vermeintlich schlechte Form erklären könnten.

Let’s face it…

Wurde ich über die Wintermonate trotz regelmäßigem Training und schnelleren Board langsamer? – Mitnichten… Stefan wurde nur abermals schneller und damit kann ich auch momentan noch nicht an seine Leistungen anknüpfen. Wer viel trainiert, will Ergebnisse sehen und verglichen mit letztem Jahr, stehe ich heute deutlich stabiler am Board bei potenziell höheren Reisegeschwindigkeiten. Angesichts der Tatsache, dass das LightCorp Signature ein schwieriger zu paddelndes Board ist, als das letztjährige Starboard Allstar, muss ich mich mit kleineren Schritten zufrieden geben.

War ich aber Bereit dazu, auch einen Massenstart mit knapp 70 Paddlern am Signature zu überleben?

Die Qual der Wahl

Letztes Jahr „nur“ als Zuschauer anwesend, spekulierte ich bei welchen der ausgeschriebenen Disziplinen eine Teilnahme sinnvoll sei. Zwei Tage hintereinander waren mir dann doch, angesichts der bescheidenen Wettervorhersage, zu viel des Guten.

Also sollte es das Long Distance und das kultige Legend of OX 3km iSup Rennen werden.

Mit First World Problemen der besonderen Art, musste ich nur noch entscheiden mit welchem Equipment ich starten möchte. Zur Auswahl stand mein Starboard Sprint 14×23,5 das fordernde aber liebgewonnene LightCorp Signature 2.0 14×24,75 , eine Reihe an Traumpaddel (QB UV88, Braca Marlin, Jantex Ypsilon und Starboard Lima 2021), sowie mein No-Brainer iSup SIC Bullet Airglide 14×28,5.

Kurzum… ich wollte einfach wissen ob ich das LightCorp Signature unter Rennbedingungen vernünftig fahren kann, ohne zahlreiche Abflüge riskieren zu müssen. Beim Paddel nahm ich das Braca Marlin 94sqi 2pc, was sich im Nachhinein betrachtet als mutige Entscheidung herausstellte.

Der Wetterbericht sagte zumindest auch für den Vormittag noch Regen voraus, von daher war klar, dass ich mal beide Trockenanzüge (Drydor Quantum Extreme & Supskin Shorty) einpacken werde. Getreu dem Motto „Wer weiß was kommt?“, habe ich sicherheitshalber Gewand für 3 Tage, Badehose, 3Paddel und alle erdenklichen Hydrierungsvarianten mitgenommen.

Raceday – Long Distance

Sing: „Voll gepackt mit schönen Sachen, die das Leben schöner machen…“( mit Board ins Weekend Feeling); machte ich mich nach dem Frühstück auf nach St.Gilgen.

Am Veranstaltungsort wurde das COVID-19 Schutzkonzept mustergültig und strikt durchgezogen. So war die FFP2 Maske zwar mein ständiger Begleiter, konnte aber die Freude nicht bremsen, viele gleichgesinnte, freundliche Gesichter nach langer Zeit wieder mal in Natura zu sehen.

Anfänglich leichter Regen und zunehmend steigende Nervosität haben mich dazu bewogen den Minustemperaturen erprobten Drydor Trockenanzug anzuziehen und mich auf’s Schlimmste vorzubereiten. Is ja auch oft Kopfsache; Wenn du weißt, dass der potenzielle Sturz ins Wasser angenehm ausgehen wird, steht man doch gleich deutlich sicherer am Brett (bin zu 50% Deutscher, ich darf das schreiben).

An der Startlinie angekommen ging bei mir der Puls auf über 150 ohne auch nur einen Paddelschlag zu machen. Nach dem Startsignal „Riders ready? Go!“ ertönt ein Schuss, das Adrenalin fährt durch den ganzen Körper und mit maximalem Einsatz wird auf die erste Boje losgepaddelt. Luft ist in rauen Mengen verfügbar, die Atmung kontrolliert, der Puls aber auf Anschlag. Dann kommen die ersten Seitenwellen der anderen Fahrer, kombiniert mit Bootswellen – die ersten Fahrer legen eine kurze Schwimmpause ein – mein Fokus bleibt auf Balance wahren und die Anzahl an Korrekturschlägen gering zu halten.

Habe ich schon erwähnt, dass ich Turns hasse? Als Regular Fahrer kommen mir tendenziell noch eher Linksturns gelegen, die 5 von 6 Turns je Runde waren aber Rechtsturns, also weiter Zittern bei jeder Kurve. Einmal eingependelt, Ende der ersten von drei Runden, probierte ich einen deutschen Landsmann eine Zeit lang zu draften und konnte den Kollegen dann Mitte der zweiten Runde überholen und mir die exzellente Paddeltechnik der beiden schnellsten Damen aus nächsten Nähe ansehen. Auf den Geraden konnte ich die Distanz bis auf wenige, nicht gedraftetete Meter reduzieren, jeder Turn riss wieder eine Lücke von 20-30Metern auf. Auch wenn es laut den Regulatorien zulässig gewesen wäre, habe ich es vermieden die Damen zu draften und musste mangels Sprintkapazitäten versuchen meine Platzierung ins Ziel zu retten. Der mittlerweile stärker werdende Regen, gepaart mit leichtem Wind, ließ keine Langeweile aufkommen.

In der letzten Runde war schon der ein oder andere Schluck isotonisches Billiggesöff nötig, um den Körper vor drohender Überhitzung zu schützen. Muskeln fingen an zu brennen, das Paddel gewann gefühlt von Schlag zu Schlag an Steifigkeit und meine zarten Rehbeine verloren auch etwas an Reaktionsfähigkeit. Schlussendlich gefährdete noch eine ordentliche Bootswelle nahe des Ufers und in unmittelbarer Nähe einer Boje meine Platzierung. Mehr schlecht als recht, konnte mich aber auch diese Herausforderung nicht daran hindern den durchaus akzeptablen 37. Rang hinter den beiden schnellsten Damen ins Ziel zu retten.

Im Ziel angekommen, kurzer Boardcheck, kleinere Kontakte dürften spurlos an meinem Lieblingsboard vorübergegangen sein, – gut so. Mit Glückshormonen überschüttet genehmigte ich mir mit den Paddler*innenbuddys ein kühles Bier zur Feier des Tages.

Ob der Trockenanzug an die Grenze seiner maximalen Wassersäule gekommen ist aufgrund des Dauerregens, oder ob ich mich selbst einfach komplett Nass geschwitzt habe, bleibt ein ungeklärtes Rätsel.

Am Rande sei erwähnt, dass bei diesem Rennen die Creme de la Creme der DACH Region am Start war, wenn auch Kandidaten wie Normen Weber vermutlich meine Platzierung nochmals gefährden hätten können.

Auf der offiziellen Seite des Legend of OX findet ihr die Ergebnisliste und viele weitere Tolle Inhalte, einfach mal reinschauen: https://www.legendofox.com/#lox

Fast wollte ich sagen: „anstecken lassen“ und nächstes Jahr mit von der Partie sein!

Für die Fans der Zahlen, Daten, Fakten findet ihr hier meine Garmin Aufzeichnung. Bedenkt man, dass ich unter Trainingsbedingungen in den seltensten Fällen Herzfrequenzen über 180 erreiche, zeigt es vor allem eines: Rien ne va plus, ich war „All in“

LOX – iSup Race

Mein von Alkohol meist verschonter Körper krampfte bei dem ein oder anderen Versuch sich des Trockenanzuges zu entledigen, für’s kleine Geschäft hat’s aber noch gereicht… keine Sorge. Für einen Kleidungswechsel war ich aber zu faul und trotz des langsam besser werdenden Wetters sulte ich mich weiter im Trockenanzug. Zwanzig Minuten vor dem Rennen musste ich mich noch überwinden das SIC Bullet auf stramme 18psi aufzupumpen.

Der vollkommen Laktat geschwängerte Trizeps krampfte bei den letzten Hüben und zumindest für’s Gewissen, griff ich jetzt zum Jantex Ypsilon 2pc Paddel mit kleinerem Paddelblatt und schonenderem Schaft.

Wenige Minuten vor dem Start habe ich mich neben meinem SUP Idol Michael Frosch in Position gebracht und als die „2Minuten Countdown“ ausgerufen wurden, ging es wieder los…

Weil’s eh wurscht is …

Auf Los kam ich unerwartet gut auf’s Board und sprintete mit aller verbleibender Kraft los und konnte mich mit Mike für knappe 50m an die Spitze des 57Starter umfassenden Feldes setzen. Mike auf gleicher Höhe mit mir ruft mir zu: „Was’n los mit dir?“, ich antworte: „Wart, glei muss i Seite wechseln, dann kannst mir eh davonziehen!“.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://youtu.be/qI2L6Ug2824

Zugegebenermaßen nicht gewollt, aber unweigerlich musste ich das Tempo rausnehmen aber diesmal nur verhältnismäßig wenige Paddler an mir vorbeiziehen lassen. Die Wellen der vorbeifahrenden Paddler beeindruckten das Bullet ebenso wenig wie meine Paddeltechnik. Endlich am Wendepunkt, dem Ochsenkreuz, angekommen, konnte ich abermals einen Rechtsturn nach meinem Geschmack (Radius 10m) ausführen.

Wieder war locker genug Luft zum Atmen, mein Körper machte auch ganz gut mit aber die Körperkerntemperatur näherte sich dem gefühlten Schmelzpunkt.

Ein paar Minuten hieß es dann noch durchbeißen und den für mich fabelhaften 12. Platz sichern. Im Ziel angekommen wurde mir vom Eventsponsor RedBull die verlockend kalte Zuckerbombe angeboten und direkt auf EX vernichtet – Brand gelöscht,- jetzt nichts wie raus aus dem Anzug, bevor sich dieser Prozess unmöglich gestaltet.

Wie gehabt, hier wieder der Link für die Datennerds unter euch:

Learnings…

Learnings? Bin ja kein Motivationscoach…

Fazit

Ja, Fazit muss sein, weil’s ja wirklich schön war!

Die Neuauflage der SUP-Alps Trophy unter der Leitung von Gerd Weisner, machte mit dem gelungenen Saisonauftakt am Wolfgangsee dem prestigeträchtigen Event alle Ehre. Für Neueinsteiger bieten diese Events die Möglichkeit neue Boards zu probieren, bei den ersten Wettkämpfen Blut zu lecken und hoffentlich bald Teil der stets wachsenden Community zu sein.

Herzlichen Dank an das gesamte Organisationsteam, die Sponsoren, alle Paddler*innen und hartgesottene Zuseher, die dieses tolle Event möglich gemacht haben!

Bleibt fit, wir sehen uns bestimmt bald am Wasser, oder danach beim gepflegten Tech-Talk.

Fanatic Strike (2019)

Searching for the most capable Raceboard I could possibly handle at the end of 2019, I chose to invest in the most succesfuly raceboard of the austrian SUP Championship. Most teamriders went for the color wise updated 2020 Model which shared the exact same shape, so I decided to go for the 2019 Model in red&white design because I could get a better deal for it.

The Strike is a pure racing machine with incredibly high first stability and a lot of secondary stability. Helps a lot when trying to adapt to this board.

In the beginning it was hard for me to get a comfortable standing position, that would let me transfer power to the paddle as easy as with my SIC RS 24,5. As skills got better, I felt comfortable to use the strike even for up and downwind sessions. But for sure I feel most comfortable, when trying to reach a new lap record at flatwater conditions.

Corona TimeTrial Challenge provided by Chris Diver – Personal Best with the Fanatic Strike 2019

Stability vs riders weight recommendation

Over the course of a year, my body weight typically fluctuates between 88 and 97kg. Especially with a little extra belly bacon, it was noticeable that I had great difficulty moving the Strike in a relaxed manner. I think the Fanatic Strike 14’x21,5″ is perfectly suited for riders sitting in the 70-85kg area. As I’m definitely way above that, it needs a lot of force and high cadence to get this board planing. When paddling more casually, my high weight means that the ideal waterline is no longer given. Either the nose or the stern is then too deep in the water. The sharp edges at the tail should provide a clean and fast water release. Although I have to say that this requires some inital speed if you’re in my weight category.

As stated before, the inital stability is great for such a narrrow board and I’ve been paddling wider boards that are far away from the stability reserves the Strike offers.

One thing where the Strike really shines, is its incredible stiffness.

There are many good carbon composite constructions in the market and for sure a dugout design will have an advantage in terms of stiffness. In this case, some composite boards feel like inflatables compared to the Strike! (for more… go to the end of this article)

Punching upwind sends the nose wavepiercing and with its 274liters , there’s plenty of volume for most conditions. Upwind, most Allwater boards with lots of volume in the nose tend to slap against following waves, with the Fanatic Strike you mostly cut waves like a hot knife through butter.

If things get really nasty and water enters the deckpad, the drainage holes are working great. Only when trying to deal with side chop, my abilities aren’t up to what would be needed. When performing step-back-turns, the wide tail lets you move easily back to the kickpad, without compromising stability. On the other hand – you will have to do that, to get the wide tail sinking.

12,06kg on my weight scale without fin, but with installed ion railsaver.

Comparing the Strike to my Starboard Sprint 2021 14×23,5 , the Sprint is a bit more stable but when comparing it to the 21,5″ Sprint, the Strike has the edge in terms of first stability. With stepback turns I find the Strike to be even easier than the 23,5″ Sprint. The 2020 and 2021 Models of the Starboard Sprint do have more Volume and extremely high sidewalls that serve for an incredible secondary stability, even the Strike can’t match. Overall it comes down to the riders weight and preference which board you’d choose. In my last timetrials I had a slight advantage of 2-4sec/km with the Sprint, as it was easier for me moving my feet without tilting the board too much. I like to place my feet a little further apart, than the Strikes standing tray would allow. Measuring the maximum standing width the Strike gives you 41cm and I’m prefering more like 45-48cm.

If Fanatic tries to dugout the walls a bit, it would have been possible to provide that wider stance, but most paddlers prefer a narrower stance than me… so that’s mainly my own preference.

In austria there are some world elite paddlers, showing that it’s possible to outclass the rest of the field with this board. The three Austrian fastest paddlers 2019/2020 won most races on the Strike 2019/20 last season.

Just one little hint… there are boards, better suited for drafting and also boards that are easier to move with a moderate to fast pace. You’ll still need to be able to generate the force needed that this board works the way intended.

Overall I’d say it’s definitely one of the most stable 21,5″ wide raceboards out there and also easier to paddle than the new 2021 Strike in 22,5″.

Model Year 2019/2020 vs 2021

I did have the opportunity to have a quick paddling session with the newest 2021 Fanatic Strike and while from the outside I didn’t expect much of a difference, but the 22,5″ wide (but lower volume) version, felt totally different.

The new board feels easier to paddle, but it lacks the predictable initial and secondary stability of the older versions. Secondary stability kicks in way later and therefore I think the riders ability should meet the new requirements.

Strong Sprinter!

While the LightCorp Signature 2.0 provides some smooth and effortless glide, the Fanatic Strike can’t offer that sensation, but it’s a pretty stable board for sprinting. A wider tail prevents the board from sinking the tail too much and the concave creates good stability while planing. When I try to reach top speeds, the Signature sinks the tail and the voluminous Nose lifts up instantanously. So when you hit more than 12km/h, it’s hard for me to keep the balance while paddling full on. With the Strike,- steering becomes more sensitive, when hitting planing speed but you don’t get a „loose“ feeling.

Different board concepts, same speed?

Flatwater Dugout Boards like the Fanatic Strike, or the Starboard Sprint try to keep enough stability while getting narrower and narrower to push the limits year after year. Other concepts like the lightweight, round bottomed LightCorp Signature 2.0 need to be much wider to be manageable, but once dialed in one could be equally as fast with it. Even though I love the glide of the Signature, narrower boards have another big advantage: you can paddle them more ergonomically.

So what?

If the Strike would have been my only board in the last season, some races would have been doable, but I’m sure it was a wise decision to stay with wider boards, more suited for my weight class. In a pure timetrial race, the Fanatic Strike was clearly faster than my previous SIC RS or the Starboard Allstar 2019. In my comparison I could be faster by 2min over a distance of 10km… that’s a lot.

So, if you are in the right weight range, the Fanatic Strike is a very capable race board with the proven abilities to be a leaders board.

Let’s say you feel more comfortable in the midpack and want to have a more versatile board, there are other options you could go for.

In the world of flatwater racing boards, this is a narrow but stable, incredibly stiff piece of gear that you can work your way up to the podium.

As always I want to thank you for reading my articles and please let me know when you want to know something else!

Wanna see what I mean with „stiffness“? Watch this: