DG3 und die Etablierung des Sprint-Fun-Bewerbs

Das gallische Dorf hartgesottener österreichischer Paddler hat sich auch dieses Jahr wieder in Wels gesammelt, um sich zum einen an der Traun bei 26 Grad und sanfter Windbrise dem klassischen Long Distance Rennen oder wahlweise dem Jedermannrennen mit 3 km zu stellen. Über die Jahre betrachtet, erkennt man vor allem einen erfreulichen Trend: Die Paddler und Paddlerinnen blieben – trotz der diesjährig windigen Bedingungen – nicht nur konstant, sondern wurden größtenteils sogar schneller als in den Vorjahren!

Kann natürlich auch am Material liegen, vermutlich aber nicht am einfachen Älterwerden der Teilnehmer.

Lokalmatador und Sportprofessor Herbert Kastner brachte dieses Jahr gleich drei seiner talentierten Schüler an die Startlinie des Fun-Races. Gegen Vincent Ratgeb war auf diese kurze Distanz kein Kraut gewachsen und so musste selbst Routinier Natschläger Klaus ihm den Vortritt überlassen, konnte seine Erfahrung aber mit über einer Minute Vorsprung auf Maxim Bauer gut ausspielen.

Helden der Kurzdistanz & Trainer Herbert Kastner

Bothe Sabine – die  erste Dame beim Fun-Race – paddelte souverän auf ihrem Starboard Touringboard in lediglich 25 Minuten die knapp über 3 km. Kastner Heidi konnte vor allem auf den Geraden auf dem Itiwit R500 gut mithalten, musste aber Sicherheit und damit auch Geschwindigkeit bei den Turns aufgeben, konnte jedoch selbst sportliche Naturen wie Schmidinger Lorenz und Stöttinger Karin hinter sich halten.

Gemeinsamer Start – LongDistance & ShortTrack

Beeindruckend dabei – selbst bei großen Rennen führt man meist einen TimeCap bei einer Pace von 10 min/km ein bzw. bei 6 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.

Auch Karin Stöttinger blieb mit 28 Minuten und 12 Sekunden weit unter der die Spreu vom Weizen trennenden Zielzeit.

Ihr alle dürft euch gerne Amateur-Paddler und -Paddlerinnen nennen! Wären wir eine Tanzschule, wärt ihr sogar Fortgeschrittene mit sehr guten bis ausgezeichneten Leistungen!

LongDistance

Flüssigterminator – Norbert Hödl

Beim LongDistance hätte sich Favorit und Letztjahreszweiter, Norbert Hödl auch vor Hackl Mike nicht fürchten müssen. Seine Siegeszeit lag nicht nur um fast 1,5 Minuten unter seiner bisherigen Bestzeit, Norbert war auch knapp eine Minute schneller als Hackl 2025.

vrnl. Zugmaschine Roland Habel, Christian Javernik und am weißen LightCorp Paradoxa Jochen Becker

Das wirklich harte Battle fand auf den Plätzen zwei bis vier statt. Roland Habel verrichtete in den ersten 1,5 Runden wertvolle Führungsarbeit und zog seine Symbionten Jochen Becker und Christian Javernik mit soliden Reisegeschwindigkeiten, Nord der 9km/h Marke, im Draft nach. In der letzten Runde schien allerdings Jochen Becker die größten Reserven zu besitzen und flog 7 Sekunden vor Christian Javernik ins Ziel.

Sportsmännisch fair meinte Roland Habel im Nachgang, er sei es als Papa gewöhnt, die Arbeit für andere zu verrichten – des sei schon gut so! 😀

4 Paddler, 9,44 km unter 1 h im Ziel !!!

Mit ca. 6 Minuten Abstand zur Führungstruppe und einer mehr als respektablen Leistung konnte sich Herbert Kastner vor Technik-Ass Marek Wimberger und Gerhard Santruschitz in Ziel retten.

Christoph Kofler konnte vor zwei Jahren mit einer solchen Dominanz das Jedermannrennen für sich entscheiden, dass es dieses Jahr an der Zeit war, sich am geliehenen Hardboard und mit feinstem Carbonpaddel über die volle Distanz zu wagen.

Judith Kolopi scheute auch dieses Jahr keine Mühen und reiste nicht nur aus Ungarn an, sondern schaffte es trotz der windigen Bedingungen mit konstanter und sauberer Paddeltechnik die 9,44 km zu absolvieren.

Ein großes Dankeschön an unsere Fotografinnen

Katrin Santruschitz hat uns auch dieses Jahr wieder besucht und nicht nur ihren Bruder perfekt abgelichtet. So kommen auch wir als kleine Veranstalter dank der Mithilfe unserer Community zu höchstprofessionellem Material – vielen lieben Dank dafür!!!

Sonja Steineder, welche auf der Langdistanz zu Gunsten der Schultergesundheit kurz vor Schluss aufhören musste, stellte uns einiges an Videomaterial vom nachfolgenden Sprintrennen zur Verfügung. Ebenso findet ihr Fotos und Videos, welche von meiner Frau im Laufe der Veranstaltung erstellt wurden.

Judit Kolopi hat mir im Nachgang auch noch Fotos zur Verfügung gestellt, welche die Traun aus einer selbst für mich nochmals komplett neuen Perspektive zeigte.

HIER GEHT’S ZU DEN FOTOS

Sprint-Race-Heats

Kurz und knapp… Hier geht’s um maximale Raceaction auf kurze Distanzen.

Ca. 60 m Head to Head Sprint, Bojenturn und zurück zum Start.

Gestartet wurde wie gehabt auf Einheitsboards, selbst der Druck wurde vorm Start nochmal auf exakte 17 psi überprüft. Die standardmäßige Kunststofffinne musste auch von der Partie sein.

Das Paddel durfte man frei wählen und die Starternummern wurden ausgelost.

Seht euch bitte gerne das ein oder andere Video an – hier wurde Rennaction auf höchstem Niveau geboten! Kurzweilig, spaßig und das ganz ohne Verletzungen.

Selbst die Bahnen wurden getauscht bei wiederholtem Aufeinandertreffen

Zum Schluss noch ein großes Dankeschön an unsere Sponsoren , der eww Gruppe, PCP Personalmarketing GmbH und Firma MIBA.

Vielen lieben Dank an meine Frau, meine Tochter, meine besten Buddies Neim & Mike , an Herbert, Stefan und Kathi. Danke auch an Georg, der uns beim Bojen rausfischen am Sonntag noch zur Hilfe war. Danke an Katrin Santruschitz für die Bilder, die du uns lieferst!

Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – ihr lässt uns daran erinnern, was den SUP Sport schon immer zu etwas Besonderem gemacht hat!

Staatsmeisterschaften Long Distance & iSup ÖM Wels

Traumhaftes Wetter, eine minimale Brise, tolle Location, beste Stimmung und ein starkes Starter*innenfeld mit hochmotivierten Paddler*innen. Unter diesen Vorzeichen starteten Stefan Wendt und ich mit einigen Helfern am 9.09.23 in den Tag …

Ich muss gestehen, dass wir vor dem ersten Ridersmeeting etwas nervös waren, wie die Fahrer auf die 7 Runden und damit 13 Turns reagieren würden. Ohne großes Murren ging es um Punkt 12:00 über die effektiv 8,7km lange Strecke. Dabei hatte man flussabwärts leichten Gegenwind und Upstream; ein genau ausreichendes Lüftchen um sich das Hirn von der schwerst motivierten Mittagssonne grillen zu lassen. Ein Führungsteam, bestehend aus Mika Mayerhofer, Christian Taucher und Damodara Mokhniuk, wählte eine ideale kurze Linie zum ersten Turn und lieferte sich ein Battle auf mit unheimlich hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten von >10km/h – trotz der vielen Turns!

ERGEBNISSE findet ihr übrigens nicht nur hier sondern auch direkt im Anschluss an jedes Rennen in der Time2Win Plattform.

Hackl Mike, Norbert Hödl und Holger Hassenpflug wollten an diesem Tag auch kein komfortables Rennen ins Ziel bringen und setzten ihre individuellen Stärken perfekt ein, um mit einer Minute Rückstand zur Führungsgruppe das Ziel zu erreichen.

Eine Premiere konnte Stefan Wendt am Leihboard von Andi Portenschlager feiern und erstmals Routinier und Neusiedlersee-Legende Michael Frosch auf der Langdistanz schlagen. Vielleicht war das nun der finale Anstoß, den es gebraucht hatte, um doch von individuellen Selbstbauprojekten, zu dem Anschein nach besser laufenden kommerziellen Boards zu wechseln.

Andreas Mistelbauer-Obernberger, Christian Javernik und Jochen Becker lieferten sich mit ihren Flachwasserraketen auch eine durchgängig spannende Raceaction und ließen mich das Geschehen aus sicherer Entfernung betrachten.

Viking Jochen Zieleinlauf

Den Start hatte ich komplett verschlafen und durfte mich dann im Wash der anderen Fahrer*innen auf meine Position vorkämpfen. Petra Pyffrader war in der ersten Runde stets gefühlt in Reichweite und entfernte sich zusehends sobald die Wellen sich lichteten und Petra die stärken Ihres NSP gepaart mit ihrer deutlich besseren Fitness ausspielen konnte.

Petra Pyffrader – Staatsmeisterin Long Distance

Gegen eine amtierende Masters Doppelweltmeisterin zu verlieren war allerdings ein erträglicher Gedanke für mich 😉

Ausruhen konnte ich mich aber auch keine Sekunde, hörte ich doch bei jeder Wende die Ankündigung, in welch geringen Abstand sich die Tiroler Dampflok Roman Gartelgruber befindet.

Roman konnte sich aber vor Klaus Ksander, Ingo Korner und dem sehr starken Adolf Dengg, der an diesem Tage sein Race-Debüt feierte, durchsetzen. Gerhard Lee hätte vermutlich eine knapp fünfmal solange Strecke benötigt, um seine Stärken ausspielen zu können.

Klaus Natschläger fuhr mit einem iSup unseres Vereins eine solide Zeit von 1:25:22 ins Ziel und nahm danach sogar am iSup Rennen teil.

Christian Moutsakos, mein mutmaßlich größter Konkurrent, musste leider aus gesundheitlichen Gründen das Rennen abbrechen.

Petra Pyffrader fuhr das LongDistance Rennen souverän inmitten der starken Herrenmannschaft ins Ziel, für mich keine Chance bei ruhigeren Bedingungen hier mithalten zu können. Andrea Korschelt fuhr ein wahnsinnig starkes Rennen und konnte beim Zieleinlauf, getragen vom Applaus der Zuseher, mit einem Zielsprint souverän den zweiten Rang sichern. Katharina Balak war im Vorhinein schon schwer zu motivieren bei den hohen Temperaturen eine volle Renndistanz in Angriff zu nehmen, war aber tapfer und konnte die Distanz sicher ins Ziel bringen ohne dabei vom Board zu kippen.

Alle Fotos mitsamt der Siegerehrungen findet ihr unter diesem Link:

FOTOS Wels LD, BigSup, ShortTrack

BigSup Race

Mit freundlicher Unterstützung vom SupCenterOÖ konnten wir den Teilnehmer*innen auch ein kurzweiliges und actiongeladenes BigSup Race anbieten, welches von Durchlauf zu Durchlauf an Qualität und Rennaction gewonnen hatte. Die beiden Mannschaften der Raika Thalheim gewannen zwar die Style Wertung, konnten aber trotz Unterstützung von den beiden schnellsten Fahrern der LangDistanz eine Spur zu spät die frisch gewonnene Souveränität entwickeln, die es für bessere Platzierungen gebraucht hätte. Mit guter Stimmung und voller Motivation brachten Sie aber einen tollen Mehrwert für alle Teilnehmer*innen und Zuseher*innen. Die überaus sportlichen Schwimmer*innen des WTV stellten gleich zwei starke Mannschaften, die vom ersten Rennen weg ihrer Favoritenrolle alle Ehre machten.

Ein heißer Zweikampf der beiden Mannschaften ließ allerdings nur eine der beiden Mannschaften ins Finale kommen. Die Projektleitermannschaft der EWW Anlagentechnik GmbH, zeigte beste Koordination und Kämpfergeist und arbeitete sich souverän ins Finale.

Raika vs WTV

Das Finale zwischen WTV 1 und EWW war dermaßen knapp, dass die beiden Boards aus der Entfernung wie ein großer Dampfer die Traun in Wallung brachte. 100m vor dem Ziel konnten sich die Boards lösen und kamen in einem großen Abstand zueinander auf selber Höhe durchs Ziel, wodurch wir hierbei zwei Siegermannschaften küren durften.

iSup ÖM / ShortTrack Kids

Ein Jedermannrennen über eine Strecke von exakt 3km sollte das Rennangebot des Tages abrunden. Die Jugend durfte mit Hardboards an den Start gehen und schon wenige Meter nach dem Start zeigte Boas-Mistelbauer Obernberger eine unheimlich starke Leistung und konnte auch von der Gallionsfigur des Welser WTV Schwimmteams Julius Oberndorfer nicht mehr eingeholt werden. Seine Affinität zum Wasser bewies er mit satten 6 Badegängen und dennoch konnte er eine fabelhafte Zeit von 21:40 ins Ziel bringen.

Start iSup Short Distance

SUPtheTraun Youngster Simon Gfellner fühlte sich am 23″ Starboard GenR sichtlich wohl und konnte den dritten Platz sicher ins Ziel bringen. Milo Schagerl, ihr kennt ihn vielleicht von meinem letzten Bericht, bewies, dass man auch in jungen Jahren mit Style und top Zeiten das Feld aufmischen kann und sicherte sich vor Severin Worff den vierten Platz.

Bei den jungen Damen konnte sich Lena Dobetsberger mit einer unheimlich starken Leistung und einer Traum-Zeit von 25:29 gegen die ebenso glanzvolle Leistung von Anouk Schagerl durchsetzen. Marielena Göpfert rundete das Siegertreppchen mit einer soliden Fahrt ab.

Das iSup Race hätte in Sachen Leistungsdichte nicht unterschiedlicher ausfallen können und so ballerten die Kontrahenten des Langdistanz Rennens mit unheimlich hoher Geschwindigkeit um den Rundkurs. Satte 5 Fahrer konnten eine Zeit von unter 20 Minuten zum Besten geben. Auf Gesamtrang Nummer 6 konnte Michi Frosch zurückschlagen und Stefan Wendt mit einigen Sekunden Rückstand hinter sich lassen – dieser musste auch ordentlich kämpfen um den iSup Routinier Jochen Becker besiegen zu können.

Rechberger Jürgen, Kastner Herbert und Adolf Dengg legten immer noch Top Zeiten hin und zeigten enorm starke Leistungen in den Altersklassen.

Gfellner Simon konnte nach seinem starken Auftritt in Ottensheim seinen SUP Auftakt mit dem dritten Platz komplettieren.

Sonja Steineder, diesmal leider nur am iSup am Start, zeigte mit ihrer jahrelangen Erfahrung, wo die Messlatte der Damen zu hängen hat und konnte den Jugendtalenten Dobetsberger Lena und der mit perfekten Technik auftrumpfenden Anouk Schagerl noch einige Sekunden abnehmen. Mit knappem Abstand und einer Paddelfrequenz die den Profis um nichts nachsteht, kam Milo Schagerl knapp hinter seiner Schwester ins Ziel und darf sich über Rang 4 der Jugend Männlich freuen. Worff Severin mit noch kleineren Stabilitätsschwierigkeiten am Hardboard machte die Runde der Jungs komplett.

Eines der besten Battles dieses Rennens spielte sich auf den Rängen 20-22 ab, wobei sich Viktoria Übleis auf meinem geliebten SIC Bullet Airglide den zweiten Platz bei den Damen vor Kerstin Wendt sichern konnte. Natschläger Klaus genoss das Battle der Damen und ließ diese in der letzten Runde noch überholen.

Viktoria Übleis VS Kerstin Wendt

Lothar Müller am Allround iSup packte nach einem stark verzögerten Start doch noch der Ehrgeiz und konnte die motivierten Damen Kastner Heidi, Marielena Göpfert und Barbara Müller auf die Plätze verweisen. Marielena, mit ultrasanftem Zug aber ganz viel Ruhe fuhr taktisch klug den dritten Platz bei den Damen Jugend ein.Kastner Heidi auf einem Board, das wesentlich bessere Ergebnisse vermuten lässt, sobald hierbei die Materialfrage geklärt ist paddelte mit einem Lachen im Gesicht über die Zielllinie. Barbara Müller, die ihre Trainingszeit um fast 8 Minuten unterbot, verdeutlichte die beeindruckende Vielseitigkeit dieses Sports, als sie jubelnd die Ziellinie überquerte.

Barbara Mueller beim Zieleinlauf

Mit toller musikalischer Untermalung und einigen Bierchen, Safterl und Cidern wurden die Sieger und Siegerinnen des Tages geehrt. Viele Trophäen fanden ihre Besitzer*innen und die tolle Stimmung der Teilnehmer*innen und Besucher*innen motivieren Stefan und mich unseren Kurs fortzusetzen.

Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle an unsere wenigen aber umso qualifizierteren Helfer*innen. Kerstin Wendt mit Kindern und Mutter, die uns mit Häppchen und Muffins verpflegt haben, Mo an der Kamera und der Drohne, DJ Neim, der mit Flüssigkeitsnachschubsoffizier Mike die Technik bespielte und natürlich unserer Moderatorenlegende Rudy van Haven und Lizzy, die der Veranstaltung den letzten Schliff verpassten… Manche meinen sogar dass erst diese Kombi eine erfolgreiche Veranstaltung möglich machen.

Möglich gemacht haben dieses Rennen aber auch unsere Sponsoren, allen voran die Raiffeisenbank Wels Süd, Folaris Apotheke, Einhorn Apotheke und Stadt Wels, Firma MIBA und die eww Gruppe. Vielen Dank auch an Mario Schimpl vom SupCenterOÖ für die Leihgabe der BigSups.

Ihr fragt euch vermutlich, wie man eine so tolle Veranstaltungslocation gewinnen konnte … Dies wäre ohne die Freiwillige Feuerwehr Wels auch nicht möglich gewesen. Deren Freunde von der Thalheimer FF unterstützen uns beim Bojen setzen.

Danke, danke , danke…