Croslake Marin 2/3 … what it needs, if you’re really strong

Das Paddel hat größten Einfluss auf das Erlebnis Stand-Up-Paddling und ich gehe sogar soweit zu sagen, dass ein vernünftiges, leichtes und dabei steifes Paddel wichtiger ist, als das beste Board zu fahren.

Warum ist das so? Gerade schwere Fahrer und damit oftmals auch kräftigere Paddler bringen oftmals deutlich höhere Kräfte auf das Paddelblatt und sind daher auf ein stabiles steifes Paddel angewiesen.

Flex vs. Stiffness

Gerade leichte Paddler bevorzugen auch oftmals leichtgewichtige mit moderatem Flex designte Paddel wie das optisch auch sehr ansprechende Fanatic Bamboo 50. Sobald ein schwerer, ambitionierter Paddler zu denen auch ich mich zähle solche Paddel nutzen kann das aber schnell auch deutlich zu weich werden und unter Umständen auch noch brechen wenn die Grenzen des Flex erreicht werden.

Kurzum, ich bevorzuge steife und dabei dennoch sehr leichte Paddel um einen möglichst effizienten Vortrieb zu gewährleisten. Das Croslake Marin 2 nimmt dabei eine ganz besondere Stellung ein, so ist es mitunter eines der steifsten, stabilsten Paddel die ich bisher in der Hand hatte und dabei auch noch äußerst Haltbar.

Zum Vergleich, mein erstes Paddel ein Aluminumpaddel wie es oft in Komplettsets zu finden ist hatte eine Composite-Blade und ein sehr hohes Gewicht von 1150g, dieses Paddel überlebte keine 30 Ausfahrten trotz unglaublich flexendem Paddelblatt. Bei häufigen Einsätzen birgt ein derart schweres Paddel nicht nur ein erhöhtes Verletzungsrisiko aufgrund des hohen Gewichts, noch kommt damit der erwünschte Fahrspaß auf.

562Gramm

Mit den lediglich 562g des Marin 2 und 612g des Marin 3, gehören die 230/240€ teuren Paddel zu den leichtesten Paddel die man um diesen Preis erhalten kann. Trotz des immensen Verstellbereichs von 177-229cm hält man selbst bei maximalem Auszug ( Dazu sollte der Paddler dann auch >210cm sein :D) ein sehr steifes Paddel in Händen. Wie auch bei meinen anderen Paddel nutze ich das Marin 2 mittlerweile in 197cm Länge genieße aber den Komfort für Sprints auch nochmal kürzere Einstellungen nutzen zu können.

Verstellmechanismus

Dank des abgeflachten Griffrohrs ist auch ein verdrehen des Teleskopauszugs effektiv verhindert worden und auch nach einem Jahr intensiver Nutzung funktioniert die Klemmung noch tadellos. Mittlerweile gibt es aber noch ausgefeiltere Methoden um auch minimale Verdrehungen zu verhindern sowie über den Griff eine schnellere Verstellung zu ermöglichen, damit ist das Marin 2 hierbei nicht perfekt, aber schon gut durchdacht.

The Grip

Der Griff der Marin Paddel ist mir Anfangs noch sehr angenehm vorgekommen, führte aber bei sehr intensiver Nutzung zu gelegentlichen Unterarmbeschwerden, da dies aber nicht alleine auf das Griffdesign zurückzuführen ist und es auch stark Geschmacksfrage ist lasse ich dieses Kapitel an dieser Stelle offen.

Bade

Super Catchverhalten, viel Paddelfläche in der 7,5″ Variante mit satten 612cm² Fläche und ein gutes Blattdesign, sorgen hierbei für mächtig Vortrieb Zug für Zug. In der Powerphase merkt man aber Anhand von hochpreisigen Vertretern wie dem Quickblade UV88, dass es nochmals effektivere Designs gibt. Die integrierte ABS-Kante hilft zudem versehentliche (leichte) Bodenberührungen in ein Desaster ausufern zu lassen und schützt auch das Board dank fein abgerundeter und dennoch schlanken Kanten.

Schaft

Raulackierung und ein Durchmesser von 29mm entsprechen einem weit verbreitetem Standard und stellen keine große Besonderheit dar. Nach vielen gefahrenen Kilometern verflüchtigt sich die angeraute Oberfläche und wird glatt.

Wie alle andern Vollcarbon Paddel sind diese besonders bei tiefen Temperaturen aufgrund der guten Wärmespeicherung sehr zu empfehlen und ermöglichen auch bei Minustemperaturen paddeln ohne Handschuhe zu benötigen.

Zugegebenermaßen erfordert dies eine gewisse Eingewöhnungsphase und auch ich brauche 5-10 min bis meine Hände auf “Betriebstemperatur” sind, dann aber sind kalte Hände kein Thema.

Fazit

Absolutes Hochleistungspaddel mit gutem Blattdesign, unübertroffener Steifigkeit und zahlreichen Ausführungsoptionen. Gerade große, schwere, starke Paddler werden hier fündig. Der aufgerufene Preis erscheint vielleicht anfänglich etwas hoch, aber in Sachen Steifigkeit, Gewicht und Gesamtpaket kann es auch mit doppelt so teuren Paddeln gut mithalten, in manchen Bereichen diese sogar regelrecht deklassieren.

Raceboard Comparison

Three well known brands in the SUP Racing scene and their most successful Boardtypes stay ready for an comparison within the next months.

3 different brands, 3 nose shapes, 3 different constructions, the brands Top of the Line Raceboards in noble carbon constructions head to head.

Test Framework

I’m a hobby SUP-Sportsman who’s highly motivated to gain expierience and wants to get better each time I’m on the water. What seperates me from many top athletes is not only their expierience and speed, it’s also my realatively high weight of 92kg+.

Mostly I’m riding my boards 500m away from my home at the river Traun, situated in upper austria and on the nearby lakes Traunsee, Attersee, Mondsee.

At the traun I’m mostly facing flatwater conditions and depending on the the water level the current can challenge my stability when hitting swirls, or switching sides.

Up and downwind I’ll post my expierience with those boards.

The Contenders

Fanatic Strike 14×21,5 (2019)

A narrow flatwater racing machine with 274liters of volume, big concaves on the bottom, a nosepiercing hull and a dugout concept.

This board rolls more than it’s competitors due to the fact beeing narrower, but it has great secondary stability and is the stiffest board I’ve ever tried.

Fin choice is crucial for me to get this board working properly for me, I’ll adress this during the tests.

SIC RS 14×24,5 (2019)

Beeing one of the most successful allround raceboards of the last race seasons, this board with it’s relatively simple bottom shape works quite well in every condition.

Initial stability is good and thanks to the open deck design with only slighty lowered standing area. This board shines in sidechop and when you don’t know what conditions you’ll be facing.

In sprints the high volume in the nose let’s you propell the board easyly out of th water and secures a good position at standing waterstarts.

Starboard Allstar 14×24,5 (2019)

The last Allstar with big concaves and a squared tail provides a lot of volume in the nose and shares the same weight as it’s competitors in the Carbon Sandwich construction.

Stability is key – this boards seems to combine the great initial stability of the RS with the strikes stability reserves when tipping a bit more.

What to expect?

I’ll do a speed comparison on a short track with 3,7km and some sprint tests from 200 to 1000m. You’ll get the garmin records to do some deep comparisons.

By now I’m having some troubles with the SUP App on my Garmin Fenix 6X Sapphire, so I hope garmin will fix that soon.

These tests should be helping people beeing new to the sport, to get some information and to give a little help in their buying decision.

Starboard Allstar 14×24,5 (2019)

Alle guten Dinge sind drei und so wollte ich zum Allrounder SIC RS und dem Flachwassergeschoss Fanatic Strike ein weiteres Board hinzufügen, von dem ich denke, dass es diverse Eigenschaften gut vereinen könnte.

Ein Klassiker, über viele Jahre verfeinert und kaum aus dem internationalen Renngeschehen wegzudenken, kann doch nicht so verkehrt sein – Das Starboard Allstar in der Carbon Sandwich Ausführung weckte mein Interesse.

2019 im Jahr 2020?

Warum nicht das aktuelle, stark beworbene 2020 Modell mit konvexem Unterwasserschiff, sondern das Vorjahresmodell?

Das Strike mit lediglich 21,5″ Breite zeigt durch die starken Konkaven am Unterwasserschiff eine ungeheuer gute sekundäre Kippstabilität und lässt sich über die Rails relativ gut lenken. Upwind “klatscht” das Board auch nicht hart auf, sondern teilt das Wasser deutlich sanfter als das sehr flache RS. Damit sollte es noch ein “altes” Modell mit konkavem Unterwasserschiff sein. Zudem könnte das flache Tail, im Gegensatz zur durchgängigen Konkave des Strikes, einen besseren Wasserabriss zur Folge haben (Link zum Video am Ende des Beitrags).

Steifigkeit

Das SIC RS mit deutlich spürbarem Flex, wirkt im Vergleich zum bocksteifen Strike fast schon wie ein Inflatable. Das Allstar kann naturgemäß nicht mit dem Strike mithalten, da hierbei Dugout Boards immer “besser” abschneiden werden. Das Allstar ist dennoch spürbar steifer als das RS und schwingt nicht so stark nach.

Die entsprechenden Slo-Mo Videos findet ihr am Ende des Beitrags bzw auf meinem Youtube Kanal.

Großartige Eingewöhnungszeit erfordert das Allstar nicht, hier heißt’s rauf und los.

Die primäre Kippstabilität erinnert stark ans RS, auf der Kante wird es aber deutlich früher progressiv und zeigt eine ähnliche sekundäre Kippstabilität wie das Strike. Ich bin erstmal zuversichtlich mit dem Allstar schnell eins zu werden und schon bald erste Messwerte liefern zu können.

Speedcheck done…

Soviel ist mal sicher, das Ding ist schnell… im Sprint genügend Fläche, um schön aus dem Wasser zu kommen und bei Long Distance Runs einfach auf Geschwindigkeit zu halten. Auffälligster Unterschied im Vergleich zum RS ist die Art und Weise wie das Board um die Längsachse rollt. Während das RS aufgrund des runden Vorderschiffs bei Kippbewegungen nach links und rechts ausweicht, dreht das Allstar quasi an Ort und Stelle um die Nulllinie, was einem hierbei eher zusagt ist wohl Geschmacksache.

Das erste Anpaddeln scheint etwas träger vonstatten zu gehen als beim RS, ab Reisegeschwindigkeiten von >8km/h fällt aber auf, dass die spitzer zulaufende Nose weniger Wasser verdrängt und gefühlt weniger Widerstand erzeugt. Allgemein scheint mir der Nose Shape sehr gelungen zu sein, am Fluss nicht zu anfällig für Wirbel und seitliche Strömungen, schnell im Flachwasser und perfekt für Upwind-Sessions.

Wenn Wellen mal größer als 20-30cm werden, sticht sowohl das RS, als auch das Strike mitten durch die Welle, das Allstar will über die Wellen gepusht werden und ist dabei voll in seinem Element. Mit sehr viel Volumen in der Nose kommt es selten in Verlegenheit Wasser bis auf die Standfläche zu befördern. Abgeschrägte Kanten leiten das Wasser effektiv ab und bremsen das Board nur marginal.

KURZ: Upwind macht dieses Board unheimlich viel Spaß und belohnt beim Downwinden mit gutmütigem, vorhersehbaren Fahrverhalten.

Lediglich bei starkem Seitenwind muss deutlich mehr gearbeitet werden als beim RS, ansonsten stellt mich das Allstar trotz deutlich weniger Fahrpraxis, verglichen mit RS oder Strike, vor keine zusätzlichen Herausforderungen.

When things get nasty…

Wenn der Wetterbericht und die Bäume in Nachbars Garten signalisieren, dass das Grundlagentraining an anderen Tagen stattfinden sollte, ertappe ich mich regelmäßig dabei das Strike gar nicht in die nähere Auswahl zu nehmen. Mit dem RS klappt einfach alles, aber werden die Wellen mal wirklich groß und detoniert das Board trotz fleißiger Fußarbeit so hart in der darauffolgenden Welle kommen in mir Zweifel auf wie lange das Material solche Torturen überstehen kann. Das Allstar fühlt sich bei solchen Bedingungen eher “spring loaded” an, man ist verleitet das Board immer härter von Welle zu Welle zu prügeln – und das ganz ohne schlechtes Gewissen.

Sprint Time

Für all jene die wenig Zeit haben, das RS ist meine erste Wahl bei Sprints.

Nach 6-7 kräftigen Zügen und >10km/h wandert die Nose immer weiter aus dem Wasser und dabei wird das Board bei maximalem Krafteinsatz auch nervöser als das RS. Dadurch fällt es auch etwas schwerer weiterhin volle Power aufs Blatt zu bekommen. Noch drastischer fällt dieses Verhalten beim Strike auf, hierbei ist es mir nicht erst einmal passiert eine ungewollte Kurve hinzulegen, weil die Gewichtsverteilung plötzlich ausser Kontrolle geriet 😀

Sobald mein Unterarm wieder vollkommen regeneriert ist, werde ich weitere Sprints machen um dem auf den Grund zu gehen.

Fazit…?

Für ein Fazit ist es noch zu früh und ich will mir noch 100-200km geben um “abschließendes” sagen zu können. Eventuell finde ich auch noch eine passendere Finne für dieses Board.

Perfekt ist keines meiner drei Raceboards, aber könnte ich einzelne Eigenschaften zu einem Traumboard zusammenbasteln, müsste es diese Liste erfüllen:

  • die Steifigkeit des Fanatic Strike aufweisen
  • den EZ-Grab Griff und das Gepäcknetz des RS haben
  • das Volumen und die Nose des Allstars besitzen
  • die sekundäre Kippstabilität des Strikes aufweisen
  • die primäre Stabilität des RS liefern
  • ein Kickpad haben
  • das stabile, breite Heck des Strikes für Turns
  • die sehr effizienten Drainageöffnungen des Strikes
  • das Gewicht eines Lightcorp Boards auf die Waage bringen
  • GoPro Mount
  • Standflächenbreite >46cm
  • Stonefin mit ausreichend Fläche, auf das daraus resultierende Board abgestimmt

Bis dahin freue ich mich über die jeweiligen Stärken und Schwächen dieser Boards und freue mich weiter über gewonnene Erfahrungen berichten zu können. Beim RS als auch beim Strike wurde ich mit den Standardfinnen übrigens nie wirklich glücklich und habe hierzu bereits die richtigen Finnen gefunden. Der kurze Finnenkasten des Allstars (19cm) schränkt mich derzeit auf die (wie bisher immer) sehr schwere Serienfinne (Natural Winner) ein.

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https://www.youtube.com/playlist?list=PL9-eqG9CKq6vdeuEXizM91cTcA3IhhLYE

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https://youtu.be/YmxVS3wlZxc

Part 2 : Saisonende Vergleich RS vs Strike

Fanatic Strike & SIC RS

Um im Frühjahr einen aktuellen Leistungscheck durchführen zu können, bot sich dank guter Wetterlage und geringer Strömung nochmal die Möglichkeit, einen Vergleichstest meiner Hardboards anzustellen.

Geändert hat sich gegenüber meines ersten Tests relativ wenig, schneller bin ich auch nicht geworden, aber ich scheine mit geringerer Zugzahl gleich schnell zu sein.

Nach einer kurzen Aufwärmrunde ging es mit dem SIC RS 14×24,5 (2019) los. Dank mittlerweile über 250km auf diesem Board, konnte ich mich voll auf’s Paddeln konzentrieren, beim Strike fehlt mir hingegen noch etwas Übung.

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https://youtu.be/XkvGAoKtbl8

Die Tatsache, dass ich bei der zweiten Runde am Strike schon etwas vorbelastet war, änderte nichts daran, dass ich abermals am Strike schneller war.

0,2km/h oder 8-10sek/km

In einem Rennen würde mir momentan noch die Zuversicht fehlen, mich mit dem Strike an den Start zu wagen, mal sehen wie sich das nach hoffentlich einigen Trainingskilometern im Winter darstellen wird 😉

Hier der erste Durchgang mit dem RS

Runde 2 mit dem Fanatic Strike 14×21,5

Gerne werde ich auch noch eine weitere Runde mit dem SIC Bullet AirGlide 14’x28,5″ drehen, der Umstieg von den Hardboards auf die Inflatables fällt momentan aber schon eher schwer 😉

Sprint Tests auf 200m und 1km werde ich aber bestimmt noch machen.

Bei Fragen, Wünschen oder Anregungen, freue ich mich auf euer Feedback!

SIC RS 14’x24,5″ – Die Allzweck-Waffe

Die Neugier, herauszufinden welche Vorteile ein Hardboard im Vergleich zu einem sehr schnellen und guten Inflatable hat, führten mich zum SIC RS 14’x24,5″ 2018/2019.

Durch und durch souveräne Vertreter ihrer Boardkategorien
SIC RS 14’x24,5″ & SIC Bullet AirGlide 14’x28,5″

Raceboards zeichnen sich durch eine schmale Bauform, ein geringes Gewicht und eine optimierte Volumenverteilung aus, um maximale Performance im angedachten Einsatzbereich zu liefern. Zusätzlich bietet die steife Konstruktion Möglichkeiten das Unterwasserschiff als auch die Kanten zu optimieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Marken verzichtete man bei SIC MAUI darauf, ein dezidiertes Flachwasserboard in den Markt zu bringen. Mit dem “RS” alias Rocket Ship sollte das ambitionierte Ziel erreicht werden von Flachwasser über Kabbelwasser bis hin zu open Ocean einen möglichst großen Einsatzbereich abzudecken.

Dieses Ziel wurde offenbar mit Bravour gemeistert und führte 2019 mitunter zum SupConnect Award im Bereich Raceboards.

Eine für Raceboards sehr komplette Ausstattung inkl. Gepäcknetz, FCS Mount, Gore-Tex Ventil, gut positionierte Tragegriffe samt konkurrenzlos gutem EZ-Grab Tragegriff runden das Paket ab.

Die mitgelieferte Finne ist hochwertig ausgeführt, wird aber wohl von den meisten Racern gegen ein favorisiertes Modell getauscht werden.

Leasing-Points vor der Standfläche und am Heck des Boards gehören mittlerweile zur Standardausstattung. Das gleichmäßig in Crocodile-Skin-Ausführung verlaufende Deckpad ist ausreichend griffig und komfortabel, lässt einen aber auch nicht erfühlen wo genau man sich gerade am Board befindet.

In Summe 4 Entwässerungsöffnungen sorgen dafür, dass sich nicht zu viel Wasser an Deck sammelt. Da die Seitenwände nur minimal hochgezogen sind findet sich auch schneller Wasser an Deck als bei sog. Dugout-Boarddesigns.

Der an der Nose eingearbeitete FCS Mount ist nie im Weg, benötigt bei Actionkameras aber eine kleine Verlängerung um auch bei kleineren Wellen vor Wasser geschützt zu sein. Natürlich wäre Wasser an sich nicht das Problem, Tropfen auf der Linse geben aber auch kein gutes Bild ab.

Shape

Gut zu sehen – die ausgeprägte Scoop-Rockerlinie des SIC RS 2018/19.

Selten findet man bei Rennen “Laborbedingungen” vor und so verfügt das SIC RS über einen sehr allroundtauglichen Shape, der bei nahezu allen Bedingungen gut funktioniert. Da das RS in der 14′ Variante in 5 Breiten erhältlich ist, sollte sich für jeden Fahrer von 50-120kg und jeglichem Fahrkönnen die passende Option finden lassen.

Bei reinen Flachwasserbedingungen gibt es durchaus schnellere Boards als das RS. Wenn man aber gerade nicht das Fahrerfeld dominiert und einen der “Wash” der anderen Fahrer nicht gleich aus dem Konzept werfen soll, ist auch bei “perfekten” Bedingungen auf eine ausreichende Kippstabilität zu achten. Bei vielen längeren Touren halfen mir die Allroundeigenschaften des RS schon des Öfteren, sicher zum Ausgangspunkt zurückzukehren, auch wenn das Wetter mal plötzlich umschlug.

Allroundeigenschaften haben immer den faden Beigeschmack, starke Kompromisse in den spezialisierten Bedingungen in Kauf nehmen zu müssen.

Viele Raceboards bauen erst mit höheren Geschwindigkeiten eine gewisse Kippstabilität auf. Nicht so das RS, schon bei geringen Geschwindigkeiten hat das RS eine geringe Rollneigung sodass man schnell damit klar kommt.

Auch Gelegenheitspaddlerinnen kamen auf Anhieb gut zurecht mit dem RocketShip.

Der Wechsel vom 10,16cm breiteren SIC Bullet AirGlide 14’x28,5″ stellte weder mich, noch andere Paddler vor große Herausforderungen. Im Gegensatz zum Inflatable genießt man zudem den Vorteil einer sehr guten sekundären Kippstabilität.

Sofern man nicht gesamte Breite der Standfläche ausnutzt, ist das Stehen auf einem Bein auch problemlos möglich ohne das Board zu “flippen”.

Scoop-Rocker

Einer der Gründe warum das RS sich bei so vielen unterschiedlichen Bedingungen verhältnismäßig einfach fahren lässt, liegt an der relativ starken Aufbiegung an Bug und Heck des Boards. Zum einen kommt die Nose schön aus dem Wasser sobald man sich Richtung Heck bewegt, zum anderen führen kleinere Veränderungen der Standposition zu schnell anpassbarem Fahrverhalten. Selbst bei zentraler Standposition liegt die Nose auch bei 100kg Fahrern nicht gänzlich im Wasser, das hat Vor und Nachteile.

Nose

Die leicht aufgebogene, im Flachwasser nie gänzlich im Wasser liegende Nose hat eine relativ runde Form und ist dadurch wenig anfällig für Wasserwirbel und andere die Stabilität gefährdende Einflüsse. Bei kleineren Wellen geht das RS eher über die Welle als direkt hindurch, wenn die Wellen größer werden wird das Board auch nur marginal gebremst Wasser kann durch das Hohe Volumen der Nose schnell abgeleitet werden ohne auf die Standfläche zu reichen. Im Sprint kommt die Nose schnell aus dem Wasser und ermöglicht schnelles Aufgleiten am Wasser, wodurch sehr hohe Spitzengeschwindigkeiten möglich sind.

Heck

Mit einer Breite von 28cm ist das kantig gehaltene Heck ausreichend stabil für StepBackTurns und verfügt über ausreichend Volumen um auch im Sprint nicht wegzutauchen. Leider verfügt das Deckpad des RS über kein Kickpad oder unterschiedlich ausgeführte Oberflächen, welche einem die aktuelle Position der Füße erfühlen ließe. Der Wasserabriss ist äußerst sauber und beim Downwinden muss man auch kein Vollprofi sein um das RS sicher fahren zu können.

Unterwasserschiff

Erste Versuche beim Stehback-Turn klappten relativ gut erfordern aber dann doch einige Übung.

Unauffällig und ohne großartige Besonderheiten zeigt sich das Unterwasserschiff des RS, was langweilig klingt hat aber auch einige Vorteile. Die eher steilen Flanken ab Boardmitte gepaart mit dem “StepChannel” im hinteren Drittel des Boards sorgen für guten Geradeauslauf. Boards mit stärkeren Konkaven lassen sich jedoch einfacher durch Gewichtsverlagerung lenken und halten nochmals besser die Spur, sind aber auch anfälliger bei Seitenwelle.

Rails

Die abgerundeten und mit Innegra verstärkten Rails, konnten schon so einige unkontrollierte Paddelschläge unbeeindruckt wegstecken. Bedingt durch die rundliche Form liegt auch der Paddelschaft bei enger Führung nur auf einer sehr kleinen Fläche auf, gerade bei Boards mit sehr hohen geraden Seitenwänden sind schneller Abnutzungserscheinungen zu erwarten.

Verarbeitung/Materialien/Haptik

Paddler >100kg schätzen die verhältnismäßig gute Kippstabilität, trotz geringer Breite.

Die Verarbeitung ist wie in diesem Preisbereich zu erwarten tadellos. Im Gegensatz zu Inflatables sollte man dennoch beim rangieren erhöhte Vorsicht walten lassen, wenn Kontakt mit harten Oberflächen vorkommen kann. Das SIC RS 14’x24,5″ gehört mit den lediglich 11,7kg zu den leichteren Vertretern seiner Klasse. Beim Hüpfen auf der Standfläche zeigt das Board aber auch etwas flex, was bei normalen Bedingungen aber nicht weiter negativ auffällt. Dennoch würde ich mir eine etwas höhere Steifigkeit wie bei einigen Wannenboards a la Fanatic Strike Carbon oder dem 2020-er Naish Javelin wünschen.

Fazit

Auch bei längeren Touren ein angenehm und entspannt zu fahrendes Board.

Ein schneller unauffälliger, allroundiger Begleiter für alle Lebenslagen… müsste ich mich für nur ein Board entscheiden würde meine Wahl wieder auf das SIC RS fallen. Es stellt den Fahrer vor keine großen Herausforderungen, macht bei Flachwasser als auch bei Welle eine gute Figur und ist dank Gepäcknetz und konkurrenzlos gutem Tragegriff auch noch eingeschränkt Tourentauglich.

Schnell ist man auf den Boards auf denen man sich auch bei schwierigeren Bedingungen wohl fühlt. Aktuell kann ich zwar bei Trainingsbedingungen mit dem Strike etwas schneller fahren und bin ca. 12sek/km schneller damit, hat man aber mit stärkerer Strömung oder schwierigeren Bedingungen zu kämpfen, reicht mein Fahrkönnen definitiv noch nicht aus um auch bei Rennen zuversichtlich mit dem Strike an den Start gehen zu können.

Durch den Modellwechsel ist das 2019-er Modell derzeit zu verhältnismäßig günstigen Konditionen zu erwerben. Am Besten selbst testen beim Mike eures Vertrauens, oder einfach mal Kontakt aufnehmen, gerne lasse ich interessierte Fahrer bei Gelegenheit meine Boards testen.

Hier noch der Link zu meiner Youtube Playlist mit einigen Videos des RS:

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https://www.youtube.com/playlist?list=PL9-eqG9CKq6vb8y2L_l2_xNl1u5GV-r_O

Erster Vergleich: Fanatic Strike vs. SIC RS

Heute hatte ich zum ersten Mal einigermaßen vergleichbare Bedingungen, um auf der Hausstrecke einen ersten Geschwindigkeitsvergleich der beiden Raceboards zu machen.

Hier die jeweiligen Ergebnisse:

Fairerweise sei erwähnt, dass sowohl die unterschiedliche Strömung als auch die Außentemperatur keine 100%ige Vergleichbarkeit ermöglichen. Die Tagesverfassung tut natürlich auch ihr Übriges!

Sofern es die Wetterlage noch ermöglicht, werde ich weitere Vergleiche anstellen, um eine bessere Einschätzung der Geschwindigkeitsunterschiede zu bekommen.

Soviel kann man aber schonmal sagen, das Strike ist das schnellere Flachwasserboard. Beim RS fällt es allerdings leichter sich voll auf’s Paddeln zu konzentrieren, die Zeit wird zeigen wozu die Anpassung an die jeweiligen Boards noch führt.

Hier noch der Link zu den beiden schnelleren Fahrten:

RACEBOARDS Schmäler = Schneller?

Auf der Suche nach dem perfekten Board für lange Distanzen und gelegentliche Renneinsätze, konnte ich in den letzten Monate einige Boards “probepaddeln”.

Bei Raceboards scheint der anhaltende Trend zu immer schmäleren Designs unaufhaltsam fortgesetzt zu werden… aber ist schmäler auch automatisch schneller?

Gerade als schwererer Fahrer ist ein gewisses Volumen und eine dem Fahrkönnen entsprechende Kippstabilität unabdingbar, um die theoretischen Vorteile schmaler Boards in der Praxis umsetzen zu können.

Bewährter Klassiker SIC RS 14’x24,5″ , oder runderneuertes Naish Javelin 14’x24″ ?

In einem ersten Vergleichstest konnte ich das Naish Javelin 2020 in 24″ Breite gegen das SIC RS 14×24,5 alias “Rocket Ship” ausprobieren. Auf der Habenseite des Naish stand eine gute sekundäre Kippstabilität, eine hohe Steifigkeit und ein weitgehend unauffälliges, gutes Fahrverhalten bei moderatem Chop.

Das SIC RS in 24,5″ Breite vermittelte schon auf den ersten Metern meinem Paddelbuddy Tom, als auch mir ein höheres Sicherheitsgefühl. Der Grund hierfür dürfte zum Einen an der besseren initialen Kippstabilität liegen und des nur sanft abgesenkten Standbereichs. Erste Geschwindigkeitstests zeigten kaum wahrnehmbare Unterschiede, so kam es auf den subjektiven Fahreindruck an.

Einfach fiel mir die Entscheidung jedoch nicht, da das SIC RS spürbar mehr flex aufwies, was bei stärkeren Wellen zwar etwas mehr Fahrkomfort verspricht, aber auch weniger vertrauenserweckend wirkt. Schlussendlich hatten wir aber im Laufe der Testfahrten unter anderem mit Seitenwellen zu kämpfen und hierbei war das RS deutlich weniger empfindlich. Wenn es dann doch mal zum ungewollten Abstieg kommt, sollte man auch testen wie schnell man wieder am Board stehen kann. Wannenboards wie das Javelin stellen hierbei den Fahrer vor deutlich größere Herausforderungen als das RS.

Ihr ahnt es schon, die Wahl fiel nicht zuletzt wegen des wahrscheinlich Branchenweit besten Tragegriffs names “EZ-Grab Handle” auf das SIC RS 14′ in der Breite 24,5″.

SIC RS 14’x24,5″ the weapon of choice

Aha-Erlebnis am Grundlsee

Verschiedene kurze Proberunden mit dem neuen Starboard Sprint 2020 in 20,75″ , dem Fanatic Strike 2017 in 24″ und schließlich dem Fanatic Strike 2020 in 21,5″ ließen in mir die Frage offen, ob denn schmalere Boards, sofern fahrbar im Sinne der Kippstabilität, wirklich schneller sind als mein liebgewonnenes RS.

Zweifelnd auch nur wenige Meter bei spiegelglattem Wasser mit einem 20,75″ breitem Board zurücklegen zu können, bot sich mir die Möglichkeit das Starboard Sprint 2020 fahren zu dürfen. Das erste Aufstehen am Board war nicht unbedingt geprägt von großer Zuversicht. Wissend, dass gerade diese Boards mit zunehmender Geschwindigkeit an Stabilität gewinnen, paddelte ich einfach mal drauf los und das gelang auch überaus gut! Da aber nicht immer mit den an diesem Tag vorherrschenden Laborbedingungen zu rechnen ist, war dieser kurze Test auch schnell vorbei.

Sobald ich nicht voll auf Zug war, kippte mir das Board immer wieder zu sehr in eine Seite und ich konnte nicht volle Kraft auf’s Paddel bringen. Mangels besserem Fahrkönnen und der Möglichkeit das Sprint in 22″ Breite zu testen, blieb es bei dieser Erfahrung.

Fanatic Strike 2017/2019/2020

Nachdem ich schon einige Kilometer mit dem Fanatic Strike 14’x24″ Modelljahr 2017 paddeln durfte und damit zwar vorwärts kam, aber nie so richtig warm wurde, mangels ausreichender Kippstabilität und fehlendem Volumen für einen >90kg Fahrer dachte ich nicht schmälere Boards tatsächlich fahren zu können.

Da sich das Starboard Sprint 2020 nicht schwerer fahren ließ, als das besagte 2017-er Fanatic Sprint, war ich neugierig wie sich wohl ein ausgewiesenes Flachwasserboard wie das Fanatic Strike des Modelljahres 2019/2020 fahren lässt.

Schon das Starboard Sprint 2020 verwunderte mich durch eine sehr hohe sekundäre Kippstabilität. Gerade wenn die Bedingungen nahezu ideal sind, sollten stärkere Wankbewegungen eher die Seltenheit sein, hierzu reicht meine Fahrtechnik derzeit aber einfach nicht aus.

Wenn man aber schon die Möglichkeit hat, verschiedenste Top-Boards an einem Ort versammelt zu haben (Rennen eignen sich hierfür bestens 😉 ) , wollte ich auch das brandneue Fanatic Strike 2020 in 21,5″ Breite testen.

Rein in die Wanne, aufgestanden, nicht gleich losgepaddelt und siehe da… das fühlte sich unheimlich stabil an, wenn auch nicht vergleichbar mit meinem SIC RS 14’x24,5″.

Schon die ersten Meter zeigten große Unterschiede zum mittlerweile gewohnten RS.

Die flache Nose scheidet leise durch’s Wasser, die Rollneigung bei geringeren Geschwindigkeit war deutlich geringer als beim Sprint und ein Blick auf die GPS Uhr zeigte ungewohnt gute Pace Zeiten.

Da das 2020-er Modell den Shape des Strike 2019 quasi unverändert übernommen hat und gegen Ende der Saison auch stärkere Preisnachlässe erzielbar sind, war für mich nach diesem Test der Wunsch geboren, dieses Board mit in den “Fuhrpark” zu nehmen.

Schon beim ersten Test auf der “Hausrunde”, konnte ich bei suboptimalen Bedingungen auf Anhieb meine bisherige Bestzeit des SIC RS erzielen.

In den zukünftigen Einzeltests werde ich mich bemühen die Unterschiede des SIC RS 14’x24,5″ und des Strike 14’x21,5″ herauszuarbeiten.

Natürlich ist mir klar, dass das Strike bei Flachwasser schneller sein wird, alleine schon aufgrund der Breite, warum dennoch der Vergleich mit dem deutlich breiterem Board interessant ist – wartet ab 😉

Quickblade UV88

Schwarzes Gold in Perfektion?

Neben einem vernünftigen Board, sollte vor allem der Auswahl eines geeigneten Paddels die nötige Beachtung geschenkt werden. Eine falsche Paddelwahl beschert einem nicht den erhofften Fahrspaß und kann des Öfteren sogar zu Verletzungen führen.

Wie auch bei den Boards, sollten gerade große, kräftige Paddler darauf achten ein möglichst steifes, stabiles und im Idealfall auch nicht leichtes Paddel zu führen. Dies hat neben einer verlustfreieren Kraftübertragung und damit verbunden einen deutlich effizienteren Vortrieb zur Folge.

Auch ich starte mal mit einem SUP-Komplettset inkl. Alupaddel mit Kunststoffblade, diese Blade war sogar so weich, dass sie sich bei beherztem Zug i quasi flach ins Wasser legte und damit starkes Paddeln kaum möglich war. Trotz des starken Flex im Paddelblatt brach mir dieses Paddel schon nach ca. 40 Ausfahrten am Schaft.

Dann kamen einige Versuche mit Paddeln von Fanatic, welche alle mitsamt zu weich waren, auch hier musste ich einen Bruch eines Carbon 80 verzeichnen.

Daraufhin war ich auf der Suche nach einem möglichst steifen, leichten 3-teiligen Paddel und wurde beim Marin 3 von Croslake fündig. Das Marin 3 ging nach etwa einem Jahr und exzessiver Nutzung an der Blade Spitze auf und da auch ein paar Bodenkontakte zu leichten Gebrauchsspuren führten, musste eine Kulanzlösung gefunden werden. Diese brachte mich zum Marin 2 , dem etwas unflexibleren, nochmals leichteren 2-teiligen Pendant mit lediglich 560g und hervorragender Steifigkeit.

Erste Auswirkungen des “Kilometerfressens”

Mit den besseren Boards stieg auch die wöchentliche Kilometerleistung stark an und die Klassiker, Tennis und Golferarm kündigten sich an… War das Paddel zu steif? Was kann ich an der Technik ändern? Woher kommen die teilweise auftretenden Schmerzen?

Im Zuge des Kaufs meines SIC Bullet Air Glide 14 bot mir Racer und Händler “Move Mike” sein brandneues Quickblade UV-88 (FullCarbon) zum Testen an. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt ich mich an allgemeine Paddelängenempfehlungen, die bei mir zu einer Paddellänge von 208cm führte (186cm Körpergröße). Mike schlug mir vor sein Paddel mal zu testen um einfach mal den Unterschied zu spüren. Sein Paddel war gerade mal 195cm lang und ich fragte mich, wieso ein in etwa gleich großer Paddler ein so kurzes Paddel fährt? Ob es an der geringen Wassertiefe des Neusiedlersees liegt, wo einem die Tränen ins Auge drückt wenn die Blade mal an der falschen Stelle ordentlich eingetaucht wird?

Egal, das QB unters Decknetz gespannt, startete meine Probefahrt mit den 2019-er SIC AirGlide Modellen mit dem gewohnten Croslake Marin, breite Bladespitze im Wasser beim Catch, ordentlich Fläche für eine effiziente Powerphase, aber… ein durch die häufige Nutzung rutschig gewordener Schaft. Etwas weiter draußen am See wechselte ich auf das Quickblade UV88, spürbar schneller tauchte es ins Wasser, die geringe Länge forderte die Bein und Rückenmuskulatur schon nach knapp einem Kilometer ungewohnt stark.

Ein Blick auf’s GPS zeigte aber bei gleicher HF eine bessere Pace, was wohl der leichter zu haltenden Zugzahl geschuldet war. Im Catch verliert man im Vergleich zum Croslake etwas an Power, macht dies aber in der Zugphase wieder wett. Die Blade des UV88 bleibt nach dem Catch an Ort und Stelle und so lässt sich auch ordentlich Zug aufbauen.

Die Form des konisch als auch oval verlaufenden Schafts, kommt meinen Händen sehr entgegen und ermöglicht dank der texturierten Oberfläche auch mit nassen Händen einen hervorragenden Grip. Vor allem der ergonomisch deutlich bessere Griff bewog mich aber dazu dieses Paddel selbst zu kaufen und in “passender Länge” zu nutzen.

In einer Länge von 203cm ließ ich vorerst den Griff nur mit Heißkleber befestigen, weil mir schon eine weitere Kürzung des Paddels prophezeit wurde.

Ungläubig paddelte ich das UV88 in wenigen Tagen ca 50km bis nach etlichen Sprinteinlagen, das Paddel brach… Super… ein weiteres Paddel, dass wohl keinen starken Sprints von schweren Typen standhält.

Ohne große Anstalten wurde das Paddel schnellstmöglich vom Händler getauscht und in der Zwischenzeit konnte ich mich mit den zweiteiligen Croslake Marin 2 an meine ideale Paddellänge herantasten, diese liegt nun bei 197cm und ich bin damit am iSup, wie auch am Hardboard schwerst zufrieden.

Mittlerweile hat das UV88 auch schon schwerste Sprints und deutlich mehr Kilometer am Blatt und scheint erstmal zu halten, ich tippe da wirklich auf einen Verarbeitungsfehler oder Transportschaden. Da der Austausch anstandslos funktioniert hat, werte ich diesen Vorfall erstmal mal nicht weiter negativ.

Vor allem bei Distanzen über 10km fühle ich mich mit dem Quickblade deutlich wohler als mit dem Croslake und auch die Belastung für den Unterarm dürfte aufgrund des etwas weicheren Flex deutlich besser sein.

Ist solch ein Paddel notwendig? Absolut nicht… aber ein leichtes steifes Paddel sollte es dennoch sein, wer allerdings wirklich 4-6Tage die Woche am Board steht, dem empfehle ich ein solches Edelteil mal zu testen.

Interessanterweise konnte ich im letzten Urlaub mit verschiedenen Freunden Ausfahrten mit verschiedenen Board/Paddel Kombinationen machen und im direkten Vergleich war die “Laienreaktion” eindeutig. Selbst wenn zuerst mit dem äußerst leichten, steifen Croslake Marin 2 gepaddelt wurde, empfanden sämtliche Tester das QB UV88 als deutlich angenehmer und wesentlich einfacher zu führen.

Croslake bietet nun ja auch das neue Bonneville mit ovalem Schaft an und wird wohl in einer ähnlichen Gewichtsklasse landen wie das UV88 mit seinen 490g bei einer Länge von 197cm. Der Griff, der tapered oval Shaft mit seiner edlen, griffigen Oberfläche, samt der ausgefeilten Bladeform rechtfertigen meiner Meinung nach zumindest einen Teil des doch sehr saftigen Aufpreises zu den Preis-Leistungswundern von Croslake.

FAZIT

Wer das Beste vom Besten sein Eigen nennen will, ist hier genau richtig, Verarbeitung, Konzept und Gesamtpaket suchen Ihresgleichen. Der Preis ist mit satten 499€ allerdings auch an der Grenze des Erträglichen und dementsprechend sollte man das Paddel auch nur in Gewässern verwenden, wo Bodenkontakt quasi ausgeschlossen ist. Ob das UV88 nun der Tradition der Nobelmarke folgt und über lange Zeit hält, wird die Zeit zeigen. Ich werde auch nach den ersten 500km über einen Zwischenstand berichten.

Fanatic Rapid Air Touring 11.0 2018/19

Viele sinnvolle Transport/Haltegriffe, komfortables Deckpad, aufgebogene Nose, schickes Design.

iSups sollen leicht zu transportieren sein, von der besseren Luftmatratze bis zu Hochtemperaturstrapazen im Urlaub, sowie täglichem Einsatz alles aushalten und dabei vor allem bei jedweder Bedingungen einem Hardboard so nahe wie möglich kommen.

Im speziellen Anwendungsfall der Flusstourer werden zudem höchste Anforderung in Bezug auf die Strapazierfähigkeit des Materials gestellt.

Wem ein reines Flussboard mit oft >35inch Breite und Längen unter 300cm zu träge ist und mehr Geradeauslauf wünscht, ist mit den sehr verseitigen Flusstourern gut aufgehoben.

Meine Wahl für das Jahr 2018 fiel auf das Fanatic Rapid Air Touring 11.0×34″.

Wenn was passiert, dass nichts passiert …

Dieses Board wurde im letzten Jahr satte 130 mal eingesetzt und musste von Flusstouren über diverse Urlaube, bis hin zu Ausfahrten bei -5°C alles mitmachen.

Kleine Warzen nach über 130 Einsätzen und hoher Beanspruchung -> für Fanatic Grund genug sich äußerst kulant zu zeigen und das gesamte Board zu tauschen!

Diese Strapazen sind ähnlich eines beschleunigten Alterungsprozesses in einer Klimakammer (bekannt aus anderen Branchen) zu vergleichen. Das Fanatic Rapid Air Touring ließ mich dabei nie im Stich und wären da nicht kleine Unebenheiten im Bereich des Decknetzes sichtbar gewesen, es hätte quasi wie neu ausgesehen.

Auf die Frage hin ob die sich ankündigende “Orangenhaut” eine Reparatur rechtfertige, wurde mir kurzerhand angeboten das Board einzusenden um die Möglichkeiten abzuklären. Selbst ein Leihboard wurde mir für die kurze Bearbeitungszeit von lediglich 5 Werktagen angeboten, was angesichts meiner zur Verfügung stehenden anderen Boards nicht notwendig war.

Was dann folgte hätte ich kaum für möglich gehalten, so wurde mir ohne groß Fragen zu stellen der Austausch auf ein komplett neues 2019-er Modell ohne jegliche Kosten angeboten!!!

Das 2019-er Modell unterscheidet sich nur geringfügig vom 2018-er Modell des Fanatic Rapid Air Touring und so wurde im Detail nochmals nachgebessert, wo ich lediglich marginale Verbesserungspunkte ausmachen konnte.

Aufwändig gefrästes, sehr komfortables Deckpad, des Fanatic Rapid Air Touring 11.0 2019

Das überarbeitete Deckpad mit den kleinen Fanatic Logos und optimierter Oberfläche ist das mit Abstand komfortabelste Deckpad aller bisher getesteten Boards! Die bekannte Fanatic HP2 Pumpe hat nun einen über einen Rändelring verschraubbaren Schlauch, was ein Abdrehen des Schlauchs effektiv verhindert und die 4 kurzen fest verbauten Finnen haben nun auch kleine Schwimmflügerl verpasst bekommen um sich nicht mehr kurzfristig zu verbiegen bei längerer Lagerung.

Die Fahreigenschaften, die zahlreichen, sinnvoll platzierten Griffe, sowie die überkomplette Ausstattung blieben davon unberührt.

Fahreigenschaften – SBTM – Step-Back-Turning-Machine

Ein beherzter Schritt Richtung Heck und das Fanatic Rapid Air Touring lädt zum Tanz ein.

Großzügige Breite, aufgebogene Nose und immer noch relativ “kurze” 335 Länge, lassen zuerst mal keine sonderlich guten Geraudeauslauf Eigenschaften erwarten.

Durch das fixe Quadfin-Setup mit hochwertiger Honeycomb Race Finne in 20cm Länge lässt ich aber ein erstaunlich guter Geradeauslauf erzielen, sofern der Paddler über eine gute Paddeltechnik verfügt und groß genug ist um das Paddel halbwegs gerade einstechen zu können.

Schwimmflügerl braucht das Rapid Air Touring nicht, um auch schweren Fahrern genügend Auftrieb zu bieten, beim Verpacken schützen sie aber das fix verbaute Quad-Fin Setup.

Die Reisegeschwindigkeit war bei den meisten Ausfahrten bis 10km bei durchschnittlich knapp über 6km/h , selbst bei sehr beherztem Zug sind jedoch kaum mehr als 6,8km/h über längere Zeiträume möglich, will man hier mehr, sollte man das allseits beliebte Ray Air Touring in 12’6″ näher ansehen.

Riesige Vorteile bietet das Rapid Air Touring aber nicht nur beim dafür vorgesehenen Fluss-Touring-Bereich, sondern auch bei rauhen Bedingungen am Meer und hohen Wellen. Hier ist es auch für ungeübte Paddler möglich einen sicheren Stand zu wahren und nicht so schnell in problematische Situationen zu kommen.

Selbst beim Downwind-Surfen in stärkeren Wellen, verhindert die hochgezogene Nose ein ungewolltes eintauchen der Spitze, was nicht selten zu abruptem Kontrollverlust führen kann. Upwind waren auch größere Wellen kein Problem, hier merkt man lediglich im Vergleich zu 14.0 Boards stärkere Unterschiede. Positiv anzumerken ist hierbei allerdings die sehr hohe Steifigkeit des Boards, welche auch ein knackiges sattes Gefühl vermitteln.

Double Layer HD, Fanatics stabilste Bauweise erfreut ab 15psi mit hoher Steifigkeit und mit einem Maximaldruck von 20psi und der relativ geringen Wasserlänge ergibt das ein auch subjektiv sehr steifes Boarddesign ab.

Bezüglich der Steifigkeit wies das Fanatic Rapid Air Touring dieselbe Durchbiegung bei 150cm Abstand auf wie das SIC Bullet Air Glide 14.0 (Boarddruck 18psi) , jedoch ist die gefühlte Steifigkeit beim Wippen am Board etwas höher durch die verhältnismäßig kurze Wasserlinie.

Herumspringen am Board, Step-Back-Turns sowie jeglich Fitnessübungen lassen sich dank der komfortablen Breite überaus einfach bewerkstelligen.

Am Ende des Deckpads befindet sich ein Kickpad, welches einlädt das Board wunderbar über’s Heck zu steuern hier tut man sich dank der Abmaße äußerst leicht selbst bei schwierigen Bedingungen erste Erfolge zu erzielen.

Während im Sommer das gelegentliche Absteigen vom Board noch als angenehm empfunden wird, will man im Winter trotz Trockenanzug Abstiege möglichst verhindern. Daher fühlte ich mich auch bei Eiseskälte immer äußerst sicher und dank ausreichend Volumen und der hohen Steifigkeit bleiben die Füße auch stets im Trockenen.

Für mich ist das Fanatic Rapid Air Touring 11.0 mitunter eines der besten Allround Boards für schwere Paddler die ein hohes Maß an Sicherheit suchen. Die vielen Grifflaschen ermöglichen auch bei schwierigen Wasserzugängen ein einfaches wassern des Boards, ein nicht zu vernachlässigender Vorteil gerade wenn man oft am Fluss unterwegs ist.

In den Wintermonaten war das Board knappe 4Monate durchgängig mit 18psi befüllt, Druckverlust oder Formveränderung sind dabei komplett ausgeblieben, jedoch keine Seltenheit betrachtet man die Boards diverser Discounter nach kurzer Zeit unter diesen Bedingungen.

Das Gewicht von 13,8kg inkl. Finne ist der heavy duty Konstruktion geschuldet und macht sich bei längeren Tragepassagen durchaus bemerkbar.

Nachteile? -> lediglich eine gute Fusion Technologie sollte der Theorie nach noch langlebiger sein, dies wird sich im Laufe der Zeit aber noch zeigen ob das auch wirklich der Fall ist.

Gerade ungeübten Fahrern vermittelt die großzügige Breite samt hochgezogener Nase ein sicheres Gefühl.

Natürlich ist das Fanatic Rapid Air Touring 11.0 kein Racer und will es auch nicht sein, Stabilität und Manövrierfähigkeit stehen hier an oberster Stelle.

Fazit

Vorteile

  • Tolle Verarbeitung
  • Double Layer HD Aufbau für hohe Steifigkeit
  • Hochwertige Honeycomb Race-Finne
  • Viele sinnvoll positionierte Tragegriffe
  • Ultrakomfortables Deckpad mit gut positioniertem Kickpad
  • Breiter Einsatzbereich
  • Sehr robuster, guter Bag
  • Äußerst wenig Plastikmüll
  • sehr hohe subjektive Steifigkeit
  • Sehr gute Hp2 Pumpe mit korrekter Druckanzeige
  • Gute Vertriebsstruktur -> sehr schneller, unkomplizierter Serviceablauf
  • subjektiv… aber tolles Design 😉

Nachteile

  • hohes Gewicht
  • Verstauoption für Gurte fehlt leider
  • geringe Maximalgeschwindigkeit (Bauartbedingt)
  • Lieferumfang könnte etwas umfangreicher ausfallen

Coming up next…

Im Bereich SUP erwarten dich demnächst Testberichte zu folgenden Paddeln : Quickblade UV-88, Croslake Marin 2 und Marin 3, Fanatic Carbon 25HD.

Boards wie das Croslake Expedition 13.0 superlight und das Fanatic Rapid Air Touring 11.0 werden ebenso mit einem detaillierten Testbericht gewürdigt.

Die Kategorie Audio/Kopfhörer wird noch um die Tests des Bestsellers Bose QC35 II und den noblen Bowers & Wilkins P7 Wireless erweitert.